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Olaf ScholzGehalt, Lebenslauf und politische Laufbahn

Olaf Scholz geht auch 2025 für die SPD ins Rennen um das Amt des Bundeskanzlers. Die wichtigsten Fakten, sein politischer Werdegang und seine Fehltritte im Überblick.Joshua Kodzo 23.02.2025 - 17:12 Uhr

Olaf Scholz kandidiert bei der Bundestagswahl 2025 für die SPD. Die wichtigsten Fakten zu Gehalt, sein politischer Werdegang und seine Fehltritte im Überblick.

Foto: imago images

Der Kanzlerkandidat der SPD für die Bundestagswahl 2025 ist wie schon bei der Wahl 2021 Olaf Scholz. Eine wirklich überzeugende Erfolgsbilanz kann Amtsinhaber Scholz vor der Bundestagswahl allerdings nicht vorweisen. Ob dies primär auf die Arbeit seiner Regierung zurückzuführen ist oder ob externe Faktoren sowie Versäumnisse der zuvor 16 Jahre regierenden CDU eine wesentliche Rolle spielten, bleibt umstritten. Fest steht jedoch: Begeisterung löst er damit kaum bei den Wählerinnen und Wählern aus.

Scholz gelingt es nicht, eine breite Aufbruchsstimmung in der Bevölkerung zu entfachen. Viele – sowohl innerhalb der SPD als auch darüber hinaus – hätten stattdessen Verteidigungsminister Boris Pistorius als Kanzlerkandidaten bevorzugt. Dennoch stellte sich der SPD-Vorstand einstimmig hinter den 66-Jährigen. Parteichef Lars Klingbeil hob die fehlende Regierungserfahrung des CDU-Herausforderers Friedrich Merz hervor, während Co-Vorsitzende Saskia Esken Scholz als den idealen Kanzlerkandidaten lobte – aufgrund seiner „prinzipienfesten, entschlossenen Art“.

Doch wie begann Olaf Scholz' Karriere bei der SPD, wie viel verdient er und wie sieht sein Lebenslauf aus? Eine Übersicht.

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Fakten zu Olaf Scholz

  • Amt: Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland
  • Partei: Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
  • Familienstand: verheiratet
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Die politische Karriere von Olaf Scholz

Bereits vor seinem Abitur trat Olaf Scholz 1975 den Jusos, der Jugendorganisation der SPD bei. 1982 festigte Scholz seine Karriere in der Politik und erlangte das Amt des Bundesvorsitzenden. Innerhalb seiner politischen Laufbahn bei der Bundes-SPD blieb er seiner Heimatstadt Hamburg stets treu.

Trotz einiger politischer Rückschläge kehrte Scholz der Politik nie den Rücken und tauchte immer wieder auf. So verlor er zwar 2001 als Innensenator die Wahlen in Hamburg, wurde daraufhin aber von Gerhard Schröder 2002 zum SPD-Generalsekretär gemacht. Wegen Agenda-Reformen musste er jedoch 2004 sein Amt nach nur 18 Monaten wieder aufgeben. Drei Jahre später kämpfte er sich als Bundesarbeitsminister wieder zurück, 2011 wurde er Bürgermeister in Hamburg.

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Unter Angela Merkel wurde er 2018 schließlich Vizekanzler und Bundesfinanzminister. Nachdem er 2019 das Rennen um den Parteivorsitz nicht für sich entscheiden konnte, wurde er nur neun Monate später zum Kanzlerkandidat der SPD gewählt.

Bei der Bundestagswahl 2021 konnte sich Olaf Scholz dann gegen den CDU-Kanzlerkandidaten Armin Laschet durchsetzen. Scholz trat im Dezember 2021 das Amt des Bundeskanzlers an und löste Merkel damit nach 16 Regierungsjahren ab.

Scholz' politischen Fehltritte im Wahlkampf

Kritik gab es für Scholz zuletzt vor allem wegen des Wirecard-Skandals. Dabei musste der Bundesfinanzminister unter anderem vor einem Ausschuss aussagen, da die BaFin dem Finanzministerium untergeordnet ist. Von der Finanzaufsicht BaFin wurde bereits 2019 ein Leerverkaufsverbot verhängt, die damit signalisierte, dass an den Gerüchten um Wirecard nichts dran sei und stellte sogar Strafanzeigen gegen einige Journalisten. Dies hing vor allem damit zusammen, dass über Hinweise auf Betrug beim früheren Dax-Konzern berichtet wurde. „Die BaFin hat offen Partei ergriffen für Wirecard“, heißt es dabei. 

Außerdem musste sich Scholz im Ausschuss zum Cum-Ex-Steuerskandal rechtfertigen. Grund dafür waren zwei Auffälligkeiten, die sich in Scholz' Zeit als Bürgermeister in Hamburg ergaben. Finanzbeamte wollten 2016 für das Steuerjahr 2009 eine Summe in Höhe von 47 Millionen Euro von der Hamburger Bank Warburg zurückfordern, weil dabei der Verdacht bestand, das Geld könne aus illegalen Cum-Ex-Geschäften stammen. 

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Schließlich verzichtete die Behörde jedoch auf das Geld. Nur ein Jahr später ging es dann um das Steuerjahr 2010 und einen Betrag von 43 Millionen Euro, der zurück gefordert wurde.

Daraufhin entbrannte ein Streit in den Hamburger Behörden. Erst das Bundesfinanzministerium in Berlin zwang die Hanseaten, die Forderungen nicht verjähren zu lassen. Der Verdacht von Opposition und Medien bestand darin, dass Treffen zwischen den Bankeignern Christian Olearius und Max Warburg mit Olaf Scholz habe den Meinungswechsel in der Steuerverwaltung herbeigeführt. Tatsächlich hat sich Scholz mit den Warburg-Bankern getroffen und über Steuern gesprochen. Dies bestätigte der Kanzlerkandidat nach Bekanntwerden der Tagebucheinträge von Christian Olearius.

Während seiner Amtszeit als Bürgermeister von Hamburg wurde dort 2017 auch der G20-Gipfel abgehalten. Im Zuge dessen brachen in der Hansestadt Krawalle aus, auf die die Stadt nicht vorbereitet war. Scholz musste daraufhin vor einem Sonderausschuss aussagen. Er rechtfertigte das (unzureichende) Vorgehen gegen die Ausschreitungen damit, dass diese im Voraus nicht abzusehen gewesen seien. Anwohner, Geschäftsinhaber und Kaufleute schienen jedoch auf Ausschreitungen vorbereitet, was die Aussagen Scholz' bis heute strittig bleiben lässt.

Gehalt von Olaf Scholz: Das verdient der SPD-Kanzlerkandidat

Olaf Scholz bekleidet als Bundeskanzler ein öffentliches Amt, weshalb sein Gehalt in Form von Amtsbezügen klar geregelt ist. Demnach erhält er zwei Drittel der Besoldung nach der Beamtenbesoldungsgruppe B 11. Als aktueller Bundeskanzler verdient Olaf Scholz jährlich etwa 360.000 Euro brutto. Dies geht aus Daten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags hervor.

Familie von Olaf Scholz

Olaf Scholz wurde am 14. Juni 1958 in Osnabrück geboren. Zusammen mit zwei Brüdern wuchs er in Hamburg-Rahlstedt auf. Er fand bereits früh den Weg in die Politik, wurde Schulsprecher seines Gymnasiums in Hamburg und trat noch vor seinem Abitur der SPD bei. In den 80er-Jahren lernte er seine heutige Ehefrau Britta Ernst kennen. Sie heirateten 1998 und haben keine Kinder.

Der Lebenslauf von Olaf Scholz:

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