+++Die US-Wahl im Überblick+++: "Unser Land ist tiefer gespalten, als wir dachten"
- Donald Trump zieht ab Januar ins Weiße Haus ein, er wird der 45. Präsident der USA.
- Das Wahlsystem hat es bis zuletzt spannend gemacht. Hier geht es zur interaktiven Ergebniskarte aller Bundesstaaten: Zur Überblickskarte.
- Donald Trump erreichte nach dem Sieg in Wisconsin letztlich die notwendige Anzahl von 270 Wahlmännern, zuvor hatte er sich alle wichtigen Swing States gesichert.
- Hillary Clinton und Barack Obama beglückwünschten Trump. Beide wünschten sich eine friedliche und erfolgreiche Amtsübergabe.
+++20.08 Uhr+++
Der iranische Präsident Hassan Ruhani hat Trump zur Einhaltung des Atomabkommens aufgerufen. „Es kann nicht von einer einzelnen Regierung gekippt werden“, sagte er im iranischen Staatsfernsehen. Trump hatte das zwischen Iran und den fünf UN-Vetomächten sowie Deutschland geschlossene Abkommen im Wahlkampf scharf kritisiert und Änderungen angekündigt. Es verpflichtet die Regierung in Teheran dazu, ihre Atomaktivitäten drastisch einzuschränken, um so den Bau einer Atombombe zu verhindern. Im Gegenzug wurden internationale Wirtschaftssanktionen gegen Iran aufgehoben. Ruhani sagte, die Wahlergebnisse zeigten, dass die USA noch auf lange Zeit "krank und instabil" sein würden. Ihre internationale Position nannte er "geschwächt".
+++19.55 Uhr+++
Der französische Präsident Francois Hollande will rasch mit Trump über die gemeinsamen Interessen und Werte sprechen. Den Wunsch habe der Präsident in einem Schreiben an Trump geäußerte, teilt das Präsidialamt in Paris mit. Hollande hatte sich während des US-Wahlkampfes kritisch über Trump geäußert.
+++19.23 Uhr+++
Donald Trump hat den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in die USA eingeladen. Das Treffen solle bei der nächsten Gelegenheit stattfinden, teilt Netanjahus Büro mit. Die beiden hätten miteinander telefoniert und ein "herzliches Gespräch" geführt.
+++18.27 Uhr+++
"So ist die Demokratie" - Obama relativiert die Wahlniederlage Clintons. "So läuft es eben in der Politik - mal gewinnt man, mal verliert man. Wenn wir verlieren, lernen wir aus unseren Fehlern. Wir wischen und den Mund ab und versuchen es beim nächsten Mal noch härter". Er verglich die Präsidentschaft mit einem Staffellauf, bei dem der Stab nun an den nächsten weitergegeben werde.
+++18.22 Uhr+++
Obama würdigte Clintons Nominierung als "historisch". Es habe gezeigt, dass für Frauen alles möglich sei.
+++18.21 Uhr+++
Barack Obama hat Donald Trump ins Weiße Haus eingeladen. Das teilte er in einer Rede mit. Er erinnerte daran, dass er zwar Differenzen mit Trump hatte - aber die habe es seinerzeit auch mit George Bush gegeben. Obama betonte, er wünsche sich einen friedlichen und erfolgreichen Übergang. Dies sei der Grundpfeiler der US-Demokratie.
+++17.56 Uhr+++
Clinton wird von ihren Anhängern mit tosendem Beifall verabschiedet. Ex-Präsident Bill Clinton hatte Mühe, seine Tränen zurückzuhalten.
+++17.52 Uhr+++
Man solle nie aufhören, für etwas zu kämpfen, an das man glaube. „Lasst den Mut nicht sinken, es gibt noch so viel zu tun“, sagte Clinton in ihrer emotionalen Rede.
+++17.47 Uhr+++
Hillary Clinton bedankt sich bei ihren Unterstützern. "Ihre Kandidatin zu sein, war eine der größten Ehren meines Lebens", erklärte sie. Sie hoffe, dass Donald Trump ein Präsident aller Amerikanerinnen und Amerikaner werde. Bei Barack Obama bedankte sie sich für seine gute Amtsführung. Ihre Unterstützer rief sie dazu auf, in der Öffentlichkeit und in den sozialen Medien präsent zu sein und zu ihrer Meinung zu stehen. Clinton nutzte die Rede auch, um junge Frauen und Mädchen zu ermutigen. Zwar sei die "gläserne Decke" noch nicht ganz durchbrochen, dennoch könne jede Frau in Amerika etwas erreichen.
+++17.43 Uhr+++
Clinton bietet Trump die Zusammenarbeit an. "Vergangene Nacht habe ich Donald Trump gratuliert und ihm angeboten, im Interesse unseres Landes zusammenzuarbeiten". Das Wahlergebnis sei schmerzhaft und sie sei enttäuscht, sagte die frühere Außenministerin. Aber man müsse Trump die Chance geben, das Land zu führen. Amerika sei tiefer gespalten, als sie gedacht habe, so Clinton. Sie forderte, Werte wie Meinungsfreiheit, Glaubensfreiheit, Menschenwürde und Gleichberechtigung zu achten und zu wahren.
Tim Kaine und seine Gattin Anne Holton
Foto: REUTERS
+++17.41 Uhr+++
Tim Kaine, Hillary Clintons Vizepräsidentschaftskandidat, bedankt sich bei Clinton und stellt Meilensteine ihrer bisherigen Karriere. Sie habe alle Mitglieder ihres Teams immer gleich behandelt. Auch einen Seitenhieb auf Trump findet sich in seiner Rede: Bei Clinton habe man sich nie Frage stellen müssen, ob sie das Ergebnis der Wahl anerkenne.
+++17.25 Uhr+++
Paul Ryan, Sprecher des Repräsentantenhauses, gratuliert Donald Trump zum Wahlsieg. Trump habe eine Stimme in der amerikanischen Bevölkerung vernommen, die sonst niemand gehört habe.
+++16.50 Uhr+++
Nach der US-Wahl bemüht sich die Europäische Union um eine gemeinsame Linie. Die EU-Außenminister kommen am Sonntagabend zu einem gemeinsamen Treffen in Brüssel zusammen. Es gehe darum, über die zukünftigen Beziehungen mit den Vereinigten Staaten zu beraten, teilte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini am Mittwoch über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Bundesaußenminister Frank-Walter (SPD) Steinmeier hatte sich am Vormittag für ein solches Treffen ausgesprochen.
+++16.06 Uhr+++
Während viele deutsche Unternehmer ihre Sorge um den Freihandel mit Amerika zum Ausdruck bringen, zeigt Trigema-Chef Wolfgang Grupp Verständnis für die amerikanischen Wähler. Seiner Meinung nach sollten die Regierenden in Berlin den Sieg Trumps als Warnschuss begreifen.
Ein Schild mit der Aufschrift 'Dump Trump... Dump Hillary... Canada, Here We Come!' ist vor einem Haus in Vermont zu sehen.
Foto: dpa
+++15.40 Uhr+++
Die offizielle Internetseite mit Informationen über die Einwanderung nach Kanada ist während der US-Präsidentschaftswahl anscheinend zusammengebrochen. Die Website sei über Stunden nicht erreichbar gewesen, berichteten Medien in den USA und Kanada am Mittwoch. Suchbegriffe wie „Kanada“, „Umzug nach Kanada“ und „Kanada Einwanderung“ seien vor allem in den an das Land angrenzenden US-Bundesstaaten sehr häufig eingegeben worden.
+++15.07 Uhr+++
Die Mauer an der Grenze zu Mexiko gehörte zu den strittigsten und sicherlich auch bemerkenswertesten Forderungen in Donald Trumps Wahlkampf. Trumps Versprechen, den südlichen Nachbarn für das Projekt zahlen zu lassen, erteilt die mexikanische Außenministerin erneut eine Absage. Ihre Regierung habe deutlich gemacht, dass dies nicht Teil ihrer Vision sei, sagt Claudia Ruiz Massieu Salinas.
+++14.40 Uhr+++
Der polnische Friedensnobelpreisträger Lech Walesa glaubt nicht daran, dass Donald Trump für das Amt des US-Präsidenten vorbereit ist. "Das ist eine Bederohung", erklärte der Ex-Präsident gegenüber dem Sender TVN24. "Er (Trump) zeigt guten Willen. Er sieht, dass die Leute unzufrieden sind, aber er hat keine Lösungen“, sagte Walesa. Das Ergebnis der US-Wahl sieht der Pole als einen Protest der US-Bürger gegen das System. „Demokratie und Kapitalismus durchleben eine Krise“, sagte Walesa.
+++13.57 Uhr+++
Im Interview mit dem amerikanischen Fernsehsender MSNBC erklärt Trumps Wahlkampfmanagerin Kellyanne Conway, sie könne eine Sonderermittlerin gegen Hillary Clinotn nicht ausschließen. Über das Thema müsse "zu gegebener Zeit" gesprochen werden.
+++13.45 Uhr+++
Der scheidende US-Präsident Barack Obama hat seinen Nachfolger Donald Trump telefonisch gratuliert und für Donnerstag ins Weiße Haus eingeladen. Ein Sprecher Obamas erklärte dies sei Teil einer reibungslosen Amtsübergabe und damit eine Toppriorität des Präsidenten. Außerdem habe Obama die unterlegene Demokratin Hillary Clinton angerufen und seine „Bewunderung für den starken Wahlkampf zum Ausdruck gebracht, den sie überall im Land bestritten hat“.
+++13.28 Uhr+++
Auch in der deutschen Provinz macht man sich Gedanken darüber, wie man mit Donald Trumps Wahlsieg umgehen soll. Im pfälzischen Dorf Kallstadt, aus dem Trumps Großeltern stammen, will der zuständige Tourismusmanager der Region, Jörg Dörr, nicht offensiv mit dem nächsten US-Präsidenten werben. „Nicht jede Publicity ist gute Publicity“, erklärte er gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Trump wirke auf Gäste und Einwohner auch nach der Wahl „sehr polarisierend bis befremdlich“. Sollte sich Trump aber als respektabler Politiker erweisen, könne man darüber nachdenken, mit Trump zu werben.
+++12.53 Uhr+++
Erstmals nach der Wahl meldet sich Donald Trump nun auch wieder via Twitter zu Wort. „So ein wunderbarer und wichtiger Abend! Der vergessene Mann und die vergessene Frau werden nie wieder vergessen werden. Wir werden alle zusammenkommen wie nie zuvor", schrieb er am Mittwochmorgen (Ortszeit). Dass Trump zum Präsidenten gewählt wurde, können Besucher seines Twitter-Profils nun auf jeden Fall nicht mehr vergessen - dort findet sich inzwischen der Zusatz „gewählter Präsident der Vereinigten Staaten“.
+++12.32 Uhr+++
Nicht nur Politiker und Wirtschaftsvertreter melden sich nach dem Wahlsieg Donald Trumps zu Wort. Auch die Taliban nutzt das Ereignis um ihre Forderungen vorzubringen. So solle Trump alle US-Truppen aus Afghanistan abziehen und die Souveränität anderer Nationen respektieren.
+++12.11 Uhr+++
Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel ist inzwischen vor die Presse getreten und hat Trump zu seinem Wahlsieg gratuliert. Genau wie andere internationale Politiker erklärte sie, Donald Trump habe eine Verantwortung über die Vereinigten Staaten hinaus. Zudem bot sie ihm eine Trump eine Zusammenarbeit auf Basis gemeinsamer Werte an.
+++11.55 Uhr+++
Frankreichs Präsident Hollande ruft Europa zur Einigkeit auf. Der Wahlsieg Trumps zeige, dass Frankreich stärker werden müsse. Es sei nun mit einer Periode der Unsicherheit zu rechnen.
+++11.40 Uhr+++
Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) verbindet seine Glückwünsche an Donald Trump mit einer Erinnerung an die weltpolitische Verantwortung des US-Präsidenten: „In einer Welt der Herausforderungen, der Unordnung und der Bedrohungen durch Klimawandel, globale Fluchtbewegungen, kriegerische Auseinandersetzungen und islamistischem Terrorismus bedeutet dieses Vertrauen für das Amt des amerikanischen Präsidenten nicht nur Verantwortung für die Vereinigten Staaten, sondern für die ganze Weltgemeinschaft“, sagte Seehofer am Mittwoch in München.
+++11.30 Uhr+++
Die deutschen Autobauer rechnen damit, dass sich die USA stärker abschotten werden. "Es steht zu befürchten, dass die USA unter ihrem neuen Präsidenten ebenso wie China vor allem auf ihre eigene Wirtschaft schauen - zu Lasten internationaler Beziehungen und Handelsströme", erklärte VDA-Präsident Matthias Wissmann am Mittwoch. Der Verbandschef rief die USA auf, sich ihrer Verantwortung für die Weltkonjunktur und die internationalen Beziehungen bewusst zu sein.
+++11.15 Uhr+++
US-Präsident Barack Obama hat nach Informationen des Fernsehsenders CNN seinem Nachfolger Donald Trump zum Wahlsieg gratuliert. Beide wollten sich am Donnerstag treffen, berichtete CNN am Mittwoch weiter.
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon
„Nach einem hart umkämpften und oft spaltenden Wahlkampf lohnt es, daran zu erinnern und sich neu bewusst zu machen, dass die Einigkeit in Vielfalt in den Vereinigten Staaten eine der größten Stärken des Landes ist“, sagte Ban laut Mitteilung am Mittwoch in New York. „Ich rufe alle Amerikaner dazu auf, diesem Geist treu zu bleiben.“
Die Vereinten Nationen erwarteten von den USA, dass sie sich auch weiterhin an internationale Kooperationen halten und unter anderem den Kampf gegen den Klimawandel und die Stärkung der Menschenrechte vorantreiben. Ban bedankte sich auch bei der unterlegenen Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton. „Sie ist ein mächtiges Symbol für Gleichberechtigung von Frauen und ich habe keinen Zweifel, dass sie weiterhin zu unserer Arbeit weltweit beitragen wird.“
Foto: REUTERSMexikos Präsident Enrique Peña Nieto
„Mexiko und die USA sind Freunde, Partner und Verbündete, die weiterhin zusammenarbeiten sollten für die Wettbewerbsfähigkeit und die Entwicklung von Nordamerika“, schrieb Nieto am Mittwoch auf Twitter. „Ich vertraue darauf, dass Mexiko und die USA ihre Beziehungen in Kooperation und gegenseitigem Respekt weiter ausbauen.“
Foto: REUTERSKanadas Premierminister Justin Trudeau
„Kanada hat keinen engeren Freund, Partner und Verbündeten als die Vereinigten Staaten“, teilte Trudeau am Mittwoch mit. „Wir freuen uns darauf, in den kommenden Jahren mit dem designierten Präsidenten Trump, dessen Regierung und dem Kongress der Vereinigten Staaten bei Themen wie Handel, Investitionen und internationalem Frieden und Stabilität zusammenzuarbeiten.“ Die Beziehung zwischen den USA und Kanada bezeichnete Trudeau als ein „Vorbild für die Welt“.
Foto: REUTERSChinas Präsident Xi Jinping
In einem Telefongespräch mit Trump hob Jinping die große Bedeutung der beiderseitigen Beziehungen für die globale Entwicklung hervor. Er wolle mit Trump die Prinzipien "keine Konfrontation, kein Konflikt, gegenseitiger Respekt und Zusammenarbeit zum gegenseitigen Vorteil" hochhalten.
Foto: APRusslands Präsident Vladimir Putin
Putin bekräftigte seine Bereitschaft zu einer Annäherung an die USA: „Wir sind uns bewusst, dass es kein leichter Weg wird angesichts des Verfallszustands, in dem sich die Beziehungen zwischen den USA und Russland befinden“, sagte Putin am Mittwoch im Moskauer Kremlpalast. Aber daran sei nicht Russland schuld, betonte er. „Wir sind bereit, unseren Teil beizutragen, um das russisch-amerikanische Verhältnis auf eine stabile Bahn zu lenken.“ Trump hatte im Wahlkampf für gute Beziehungen zu Russland geworben und auch nach seinem Sieg betont, mit allen Staaten zusammenzuarbeiten, die dies wollten. „Dies steht auf absolut phänomenale Weise im Einklang mit der Position, die Putin selbst geäußert hat“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Trumps Sieg wecke Hoffnungen auf eine Annäherung.
Foto: REUTERSBundespräsident Joachim Gauck
Gauck äußerte die Hoffnung, dass der neue US-Präsident Donald Trump in die Tradition des transatlantischen Miteinanders eintritt. „Dieses Miteinander ist ja nicht nur auf Interessen gegründet, sondern auf universelle Werte“, sagte Gauck am Rande einer Gedenkstunde für die Opfer der Pogromnacht 1938 in Cottbus. Neue Herausforderungen für Deutschland und Europa seien ziemlich offensichtlich: „Ich gehe davon aus, dass Europa zur Bewahrung und zur Verteidigung seiner universellen Werte doch mehr Verantwortung übernehmen wird. Und deshalb sind die kommenden Jahre für uns eine Bewährungsprobe“, sagte Gauck. Er wünsche sich, dass gestaltende Kräfte des amerikanisch-europäischen Verhältnisses gestärkt werden. Zuvor hatte Gauck betont, der heutige Tag habe viele Menschen in der Welt beunruhigt. „Jetzt hat das amerikanische Volk gewählt. Wir respektieren den Willen des amerikanischen Volkes. Wir gratulieren dem neu gewählten Präsidenten.“
Foto: dpaBundeskanzlerin Angela Merkel, CDU
"Auf der Basis dieser Werte biete ich dem künftigen Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Donald Trump, eine enge Zusammenarbeit an", sagte Merkel in Berlin. Ausdrücklich verwies die Kanzlerin auf die gemeinsame Wertebasis zwischen Deutschland und den USA und nannte "Demokratie, Freiheit, den Respekt vor dem Recht und der Würde des Menschen unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung oder politischer Einstellung". Zugleich erinnerte sie Trump im Kanzleramt angesichts der wirtschaftlichen und militärischen Stärke der USA an dessen Verantwortung für die weltweite Entwicklung.
Foto: REUTERSFrankreichs Präsident Francois Hollande
„Diese amerikanische Wahl eröffnet eine Periode der Unsicherheit“, sagte Hollande in Paris. Er werde die Gespräche mit der neuen US-Regierung vom 20. Januar kommenden Jahres an mit „Wachsamkeit und Offenheit“ aufnehmen. Die neue politische Lage erfordere eine starkes Frankreich und ein geeintes Europa, so der Staatschef.
Foto: REUTERSDer Vatikan bzw. Papst Franziskus
Der Vatikan wünscht Trump alles Gute bei der Führung der USA. Man werde dafür beten, dass Gott ihm Erleuchtung bringe, sagte Vatikan-Außenminister Kardinal Pietro Parolin. „Heute müssen alle zusammenarbeiten, um die Lage der Welt, die eine der Zerrissenheit und des tiefen Konflikts ist, zu überwinden.“ Er warnte auch vor voreiligen Rückschlüssen auf Trumps Politik. „Wir werden sehen, wie sich der Präsident bewegen wird. Normalerweise sagt man, dass es eine Sache ist, Kandidat zu sein, und die andere, Präsident zu sein - also eine Verantwortung zu haben“, sagte Parolin auf die Frage, was der Vatikan von Trumps Einwanderungspolitik hält. Der Kardinalstaatssekretär ist im Vatikan für diplomatische und außenpolitische Fragen zuständig. Die Wahl von Trump dürfte Papst Franziskus, der sich stets für Bedürftige einsetzt, trotz allem kritisch sehen. Der Pontifex hatte bei einer Mexiko-Reise im Februar den Republikaner für dessen Pläne kritisiert, mit einer Mauer Migranten aus Mexiko abhalten zu wollen. „Eine Person, die daran denkt, Mauern statt Brücken zu bauen, ist nicht christlich“, hatte das Oberhaupt der Katholiken damals gesagt.
Foto: dpaIsraels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu
Netanjahu gratulierte Trump und beschrieb ihn als „echten Freund Israels“. Nach Angaben seines Büros sagte der Regierungschef: „Wir werden zusammenarbeiten, um die Sicherheit, Stabilität und den Frieden in unserer Region zu stärken.“ Das starke Bündnis zwischen Israel und den USA basiere auf gemeinsamen Werten und Interessen sowie einem gemeinsamen Schicksal, sagte Netanjahu. Er sei überzeugt, dass er den Pakt zwischen beiden Ländern gemeinsam mit Trump zu „neuen Höhen“ bringen könne.
Foto: dpaTürkeis Premierminister Recep Tayyip Erdogan
"Ich hoffe, dass diese Wahl des amerikanischen Volkes dazu führen wird, dass für die Welt positive Schritte eingeleitet werden, was Grundrechte und Freiheiten, Demokratie und die Entwicklungen in unserer Region angeht."
Foto: APBundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier, SPD
"Ich will nichts schönreden. Nichts wird einfacher, vieles wird schwieriger werden", sagte Steinmeier in Berlin. "Wir müssen uns darauf einstellen, dass die amerikanische Außenpolitik für uns weniger vorsehbar wird." Man wisse noch nicht, wie Trump die USA regieren wolle. Aber man müsse sich darauf einstellen, dass die USA künftig wieder häufiger alleine entscheiden würden. Steinmeier warnte zudem, dass das transatlantische Verhältnis keinen Schaden nehmen dürfe, denn dies sei das "Fundament des Westens" sei.
Foto: dpaNato-Generalsekretär Jens Stoltenberg
„US-Führung ist nach wie vor von großer Bedeutung“, sagte Stoltenberg am Mittwochmorgen in einer Glückwunschbotschaft an den Republikaner. „Eine starke Nato ist gut für die Vereinigten Staaten und gut für Europa.“
(Trump hatte sich in seinem Wahlkampf wiederholt kritisch zur Nato geäußert und unter anderem gefragt, warum immer die USA die Führungsrolle übernehmen müssten.)
Foto: dpaSpaniens Außenminister Alfonso Dastis
„Trump hat im Wahlkampf viele Sachen gesagt, die er als Regierungschef nicht sagen wird“, erklärte Dastis am Mittwoch bei einem Radiointerview. Der republikanische Kandidat habe unter anderem auch wegen seiner starken Persönlichkeit gewonnen, analysierte der Minister der konservativen Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy. In den USA werde es einen Wandel geben. Die US-Demokratie sei „aber ein System von verschiedenen Gegengewichten und Gewalten, die ins Gleichgewicht gebracht werden müssen, und das schränkt den Handlungsspielraum eines Präsidenten ein“, betonte Dastis.
Foto: dpaIndiens Premierminister Narendra Modi
„Wir wissen die Freundschaft gegenüber Indien zu schätzen, die Sie während Ihrer Kampagne zum Ausdruck gebracht haben“, so Modi. „Wir freuen uns, eng mit Ihnen zusammenzuarbeiten, um die bilaterale Verbindung zwischen den USA und Indien zu neuen Höhen zu führen.“ Während einer Veranstaltung vor US-indischen Wählern im Oktober hatte Trump Modi gelobt und versprochen, dass Indien und die USA mit ihm als Präsident „beste Freunde“ werden würden.
Foto: APSaudi-Arabiens König Salman bin Abdelasis al-Saud
Der saudi-arabische König wünschte Trump auch im Namen der saudischen Regierung viel Erfolg bei der Mission, Sicherheit und Stabilität im Nahen Osten und der ganzen Welt zu errichten, zitierte die saudische staatliche Nachrichtenagentur SPA aus einer Nachricht des Königs an Trump. Darin betonte der Monarch die „historisch tiefen Beziehungen zwischen den beiden befreundeten Ländern“.
Foto: dpaDie britische Premierministerin Theresa May
"Großbritannien und die USA haben eine andauernde und besondere Beziehung, die auf den Werten Freiheit, Demokratie und Unternehmungsgeist basiert. Wir sind starke und enge Partner bei Handel, Sicherheit und Verteidigung, und wir werden es bleiben", sagt sie.
Foto: dpaBundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel, SPD
Gabriel bezeichnet Trump als "Vorreiter einer neuen autoritären und chauvinistischen Internationalen". Er wolle ein "Rollback in die alten, schlechten Zeiten", sagt der Wirtschaftsminister der Funke Mediengruppe.
Foto: dpaMahmoud Abbas, palästinensischer Präsident
Abbas sagte am Mittwoch, er gratuliere Trump und hoffe, dass während dessen Amtszeit Frieden in Nahost erreicht werden könne. Sein Unterhändler Sajeb Erakat fügte hinzu, er erwarte nicht, dass sich die Position der USA zu dem Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern unter Trump ändern werde. Sowohl die Republikaner als auch die Demokraten in den USA hätten sich für die Zwei-Staaten-Lösung ausgesprochen, um den Konflikt beizulegen. „Ich glaube, dies wird sich unter der künftigen Regierung nicht ändern“, mutmaßte Abbas. Allerdings hatte Trump vor der Wahl vorgeschlagen, die US-Botschaft nach Jerusalem zu verlegen, obwohl die USA die von Israel besetzten und annektierten Gebiete der Stadt nicht anerkennen.
(Die Palästinenser fordern einen eigenen Staat, der das Westjordanland, den Gazastreifen und Ostjerusalem umfasst - das sind alles Gebiete, die Israel während des Sechstagekriegs 1967 besetzte. Die Verhandlungen zwischen beiden Seiten für eine Lösung des Konflikts liegen seit dem gescheiterten Vorstoß der USA im April 2014 brach.)
Foto: dpaJean-Marc Ayrault, Französischer Verteidigungsminister
"Wenn Trump Präsident wird, wird Frankreich weiterhin mit den USA zusammenarbeiten. Wir müssen uns zum Klimawandel, zum Atomabkommen mit dem Iran und zu Syrien aber neu abstimmen."
Foto: REUTERSPolens Präsident Andrzej Duda
Duda wünschte dem künftigen US-Staatsoberhaupt eine erfolgreiche Amtszeit und hob die guten Beziehungen beider Länder hervor. „Die Bande zwischen Polen und den Vereinigten Staaten sind ein hervorragendes Beispiel einer strategischen Partnerschaft, die auf gemeinsamen Werten beruht, denen die Freiheit zugrunde liegt“, schrieb Duda. Er begrüßte die beim Warschauer Nato-Gipfel im Juli beschlossene Aufrüstung der Ostflanke, in deren Rahmen die USA ihre Militärpräsenz in Polen verstärken werden. Duda hoffe außerdem, dass Trumps Regierung weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Polen und den USA eröffnen werde.
Foto: dpaUngarns Ministerpräsident Viktor Orban (auf Facebook)
„Gratulation. Was für eine großartige Neuigkeit. Die Demokratie lebt noch“, schrieb Orban am Mittwochmorgen auf Englisch auf seiner Facebook-Seite.
Foto: REUTERSLutz Goebel, Präsident des Verbandes der Familienunternehmer
"Ein Black Tuesday für den Welthandel."
Foto: dpaDie Grünen-Fraktionsvorsitzenden Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter
"Am Tag des deutschen Mauerfalls ist der Wahlausgang auch eine Mahnung, entschieden für Demokratie, Gerechtigkeit und Freiheit einzutreten. Die Spaltung unserer Gesellschaften müssen wir verhindern."
Foto: dpaDer bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer, CSU
Seehofer verband seine Glückwünsche an Donald Trump mit einer Erinnerung an die weltpolitische Verantwortung des US-Präsidenten. Die Menschen in den USA hätten Trump ihr Vertrauen ausgesprochen. „In einer Welt der Herausforderungen, der Unordnung und der Bedrohungen durch Klimawandel, globale Fluchtbewegungen, kriegerische Auseinandersetzungen und islamistischem Terrorismus bedeutet dieses Vertrauen für das Amt des amerikanischen Präsidenten nicht nur Verantwortung für die Vereinigten Staaten, sondern für die ganze Weltgemeinschaft“, sagte Seehofer. „Für die schwierigen Aufgaben, die jetzt vor Donald Trump liegen, wünsche ich politische Weitsicht, Mut zum Ausgleich, eine glückliche Hand und Gottes Segen.“
Foto: dpaÖsterreichs Kanzler Christian Kern
„Wahlergebnisse lügen nicht. Viele Menschen in den Vereinigten Staaten haben das politische System nachhaltig abgelehnt“, sagte der Sozialdemokrat am Mittwoch im Wiener Parlament. Auch Europa müsse von diesem Votum lernen und entsprechende Rückschlüsse ziehen. In welche Richtung sich die amerikanische Politik nun wenden werde, kann laut Kern zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschätzt werden. „Ich gehe davon aus, dass vieles, das Trump in Wahlkampf erklärt hat, so nicht oder nur in reduzierter Form kommen wird“, so der Kanzler.
Foto: dpaMartin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK)
Der Republikaner habe im Wahlkampf viele Ankündigungen gemacht, sagte Wansleben: "Keiner weiß derzeit, was in der kommenden Zeit davon tatsächlich umgesetzt wird".
Foto: dpaBeatrix von Storch, AfD-Vizevorsitzende
"Der Sieg von Donald Trump ist ein Signal dafür, dass die Bürger in der westlichen Welt einen klaren Politikwechsel wollen. Vieles von dem, was Trump im Wahlkampf gesagt hat, ist kritisch zu sehen. Doch nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Auch wenn sich mit Trump ein vermeintlicher Outsider durchgesetzt hat, muss er erst beweisen, dass er wirklich einen Neuanfang für die USA will, insbesondere durch die versprochene außenpolitische Zurückhaltung."
Foto: dpaBernd Riexinger, Parteivorsitzender der Partei Die Linke
"Ich hoffe auf eine abschreckende Wirkung."
Foto: dpaNiedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil, SPD
"Die Wahl von Donald Trump bereitet mir große Sorgen. Die Aussagen, die der designierte Präsident im Wahlkampf gemacht hat, lassen jedenfalls nichts Gutes erahnen."
Foto: Swen PfödpaOliver Bäte, Allianz-Chef
"Wir werden ein längere Phase der Unsicherheit erleben, bis sich das Regierungsprogramm Trumps kristallisiert. Ich rechne mit einer eher expansiven, stimulierenden Fiskalpolitik, aber auch mit der Neigung zu einer protektionistischen Handelspolitik mit weitreichend negativen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Der Präsident wird wohl TTIP einstellen. Doch steht zu hoffen, dass irgendwann ein neuer Anlauf zur stärkeren Marktintegration zwischen der EU und den USA erfolgt."
Foto: REUTERSHeinz-Christian Strache, Chef der rechtspopulistischen FPÖ (auf Facebook)
„Die politische Linke und das abgehobene sowie verfilzte Establishment wird Zug um Zug vom Wähler abgestraft und aus diversen Entscheidungsfunktionen heraus gewählt“. Das sei gut so. Strache sieht auch „Mainstreammedien“, die seit Wochen Stimmung gegen Trump gemacht hätten, wieder einmal vom Wähler blamiert.
Foto: dpaOsram-Chef Olaf Berlien
"Ich glaube, dass die meisten Leute nicht damit gerechnet haben", sagt Berlien der WirtschaftsWoche. Die Prognosen hätten ja anders ausgesehen. Es gelte jetzt den Blick nach vorne zu richten, wie das Land geeint werden kann. "Auf unser Geschaeft hat es Keine Auswirkungen, denn wir fertigen in den USA für die USA."
Foto: dpaBundesjustizminister Heiko Maas, SPD (auf Twitter)
„Die Welt wird nicht untergehen, sie wird nur noch verrückter.“
Foto: dpaVolker Kauder, CDU/CSU-Bundestagsfraktionsvorsitzender
„Wir müssen auch mit Donald Trump als neuem US-Präsidenten möglichst gut zusammenarbeiten“, teilte Kauder mit. Eine enge transatlantische Partnerschaft sei für Deutschland und Europa weiter von zentraler Bedeutung. Zugleich warnte er, das geplante Freihandelsabkommen TTIP zwischen Europa und den USA dürfe nicht voreilig aufgegeben werden. Die guten Handelsbeziehungen dürften nicht aufs Spiel gesetzt werden.
Der US-Wahlkampf habe auf viele Menschen in der Bundesrepublik verstörend gewirkt, sagte Kauder und warnte: „In Deutschland sollten wir uns vor einer solchen Auseinandersetzung hüten.“ Die Unionsfraktion hoffe, dass sich Trump „demnächst verstärkt den Herausforderungen in dieser Welt zuwendet und bei ihrer Bewältigung der Bedeutung seines Landes gerecht wird“.
Es müsse nun alles daran gesetzt werden, zur neuen Administration in Washington verlässliche Beziehungen aufzubauen, sagte Kauder. Deutschland und die USA verbinde eine Wertegemeinschaft. „Auch umgekehrt sollte der neue US-Präsident erkennen, dass ein gutes Verhältnis zu Europa und Deutschland seinem Land letztlich nur nützt.“ Obwohl sich die Mehrheit der Deutschen einen anderen Präsidenten gewünscht habe, „müssen wir gerade jetzt daran arbeiten, die guten Beziehungen zu den USA zu erhalten“, forderte Kauder.
Foto: dpaUlrich Grillo, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie
Grillo hat den neuen US-Präsidenten Donald Trump davor gewarnt, die amerikanische Wirtschaft abzuschotten. „Die Vereinigten Staaten müssen weiter auf offene Märkte setzen. Alles andere wäre Gift für die US-Wirtschaft“, sagte Grillo. Die USA seien einer der wichtigsten Partner Europas, um den weltweiten Handel zu gestalten. Die deutsche Wirtschaft werde weiter für ein faires Handelsabkommen TTIP mit guten Regeln für Europa und die USA werben. Trump hatte TTIP im Wahlkampf als „größte Gefahr“ für US-Unternehmen kritisiert.
Foto: dpaChristian Lindner, Bundesvorsitzender der FDP
Lindner sieht bei einem Sieg des Republikaners Donald Trump bei der US-Präsidentschaftswahl das westliche Wertesystem erschüttert. „Alle Säulen, auf die der Westen steht, sind gefährdet“, sagte Lindner am Mittwoch auf „Bild.de“. Trumps Politik würde sich wahrscheinlich in „extremen wirtschaftlichen und außenpolitischen Auswirkungen“ auf den Wohlstand in Deutschland niederschlagen. Gleichzeitig warnte Lindner, Europa dürfe sich jetzt keinen „Fadenriss mit den atlantischen Beziehungen“ erlauben. Die US-Wahl sei auch ein Lehrstück für Deutschland auf dem Weg zur Bundestagswahl 2017. Viele US-Bürger hätten die Wahl genutzt, den etablierten Parteien einen Denkzettel zu verpassen. Sie hätten Trump als „Molowtowcocktail benutzt, um ihn auf das Establishment zu werfen“, sagte Lindner. Er forderte nun einen nüchternen Umgang mit Rechtspopulisten in Deutschland. Man solle deren Parolen besser „abtropfen lassen, ihnen nicht die Aufmerksamkeit geben“, sondern besser die Probleme angehen.
Foto: dpaMarcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW)
"Natürlich wird es kurzfristig zu Verwerfungen an den Finanzmärkten kommen. Das sieht man ja bereits jetzt, und das dürfte sich in den kommenden Tagen fortsetzen. Aber ähnlich wie nach dem Brexit-Votum der Briten werden sich die Wellen wieder glätten. Schnell wird man feststellen, das sich eigentlich nicht so viel ändern wird. Viele seiner verrückten Pläne - etwa in der Steuer- und Handelspolitik - wird Trump nicht umsetzen können. Wir haben eine funktionierende Demokratie in den USA. Auch der mächtigste Mann der Welt kann nicht tun, was er will.
Foto: dpaMarine Le Pen, Vorsitzende des Front National in Frankreich
"Glückwünsche an den neuen Präsidenten der USA, Donald Trump, und an das freie amerikanische Volk!"
Foto: APBundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen, CDU (in der ARD)
Von der Leyen spricht von einem "schweren Schock": "Auch wir Europäer wissen natürlich als Bündnispartner in der Nato, dass Donald Trump als Präsident fragen wird, was leistet Ihr im Bündnis", sagte sie in der ARD. "Aber auch wir fragen, wie steht Ihr zum Bündnis?", sagte sie mit Hinweis auf die Ankündigungen des republikanischen Präsidentschaftskandidaten, dass die Europäer mehr für ihre Sicherheit tun müssten. "Ich glaube auch, dass Donald Trump weiß, das dies nicht eine Wahl war für ihn, sondern gegen Washington, gegen das Establishment", fügte von der Leyen hinzu. Die Bundesregierung müsse nun herausfinden, wer überhaupt die Ansprechpartner in einer Trump-Regierung seien und welche Wahlkampfankündigungen er umsetzen wolle. "Viele Fragen sind offen." Wenn Trump sage, er wolle die USA wieder stark machen, könne er dies aber nur mit einer starken Wirtschaft. Und die könne er nur entwickeln, wenn er nicht verunsichere, mahnte die Verteidigungsministerin. "Unser Interesse ist ein verantwortungsbereites und weltoffenes Amerika."
Foto: dpaCem Özdemir, Die Grünen (im ZDF)
„Das ist ein Bruch mit der bisherigen Tradition, dass der Westen für liberale Werte steht.“
Foto: dpa
Ralf Stegner, SPD (auf Twitter)
„Spiel mir das Lied vom Tod - Man with the Harmonica Mein Musiktipp für euch da draußen im digitalen Orbit ;-)“
Foto: dpaBrexit-Wortführer Nigel Farage (auf Twitter)
„Es scheint, als wird 2016 zum Jahr zweier großer politischer Revolutionen“, schrieb Farage mit Blick auf die US-Präsidentschaftswahlen und das britische EU-Austritts-Votum im Juni.
Foto: dpaAfD-Bundesvorsitzende Frauke Petry
Petry begrüßte den Wahlsieg Trumps als Entmachtung der politischen Eliten. "Es wird höchste Zeit, dass auch in den Vereinigten Staaten von Amerika das vom politischen Establishment entmündigte Volk seine Stimme zurückerhält."
Foto: dpaGeert Wilders, niederländische Rechtspopulist (auf Twitter)
„Die Amerikaner holen sich ihr Land zurück.“
Foto: APJörg Krämer, Commerzbank-Chefvolkswirt
"Trump ist ein erklärter Gegner des Freihandels. Darunter werden nicht nur Mexiko, Kanada und China leiden. Vielmehr wird er der gesamten Welthandelsordnung schweren Schaden zuführen. Der Welthandel, der in preisbereinigter Rechnung bereits seit zwei Jahren stagniert, wird unter einem Präsidenten Trump sicher nicht zur alten Dynamik zurückfinden. Das wird die Exportnation Deutschland zu spüren bekommen, wenn der gegenwärtige konsumgetriebene Aufschwung in ein paar Jahren ausläuft. Trumps Sieg steht für eine Niederlage des politischen, wirtschaftlichen und publizistischen Establishments in den USA. Das wird die gegen das Establishment gerichteten Kräfte in vielen EU-Ländern weiter stärken, auch in Deutschland. All das schwächt in der EU die Regierungen und schafft ein Klima, in dem sich die Regierenden nicht an Reformen wagen. Das zementiert die Probleme der EU und drängt die EZB in die Rolle des geldpolitischen Ausputzers. Natürlich können sich die Aktienmärkte nach dem unvermeidlichen Ausverkauf am heutigen Tag wieder rasch erholen. Aber für die Märkte dürfte die Wahl Trumps ein weit größeres Problem sein als das Brexit-Votum im Juni. Schließlich geht die immer noch größte Volkswirtschaft der Welt unter einem Präsidenten Trump in der Handelspolitik auf Konfrontationskurs. Hinzu kommt die monatelange Unsicherheit darüber, was genau Trump tun wird."
Foto: REUTERSWirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman
„Ich dachte wirklich, ich kenne mein Land besser als es sich nun zeigt“, schrieb Krugmann auf Twitter. „Ich habe gewarnt, dass wir ein „failed state“ werden könnten, aber ich habe nicht (...) den tiefen Hass in einem großen Teil der Bevölkerung erkannt.“ Als „failed state“ werden gescheiterte Staaten bezeichnet, die ihre grundlegenden Funktionen nicht erfüllen können. „Jetzt müssen wir herausfinden, was wir in dieser schrecklichen Welt machen können“, schrieb Krugman.
Foto: REUTERSBernd Riexinger, Die Linke (im ZDF)
„Er wird den Leuten, denen er jetzt alles mögliche versprochen hat, nichts bieten können.(...) Er wird sich auf den Weg zu einer autoritären Gesellschaft bewegen.“
Foto: REUTERSNorbert Röttgen, CDU (im ZDF)
„Seine Worte und seine Art sind eine wahnsinnige Hypothek, die er nicht so einfach abschütteln kann. (...) Wir müssen ihn, glaube ich, so nehmen, wie er sich präsentiert hat.“
Foto: dpaKonstantin von Notz, Die Grünen (auf Twitter)
„1. Kommt es anders, und 2. als man denkt #USWahl16“´
Foto: dpa
+++11.10 Uhr+++
Außenminister Steinmeier warnt vor schwerer einzuschätzenden transatlantischen Beziehungen: "Ich will nichts schönreden, vieles wird schwierig." Diese Beziehungen sei jedoch so etwas wie das Fundament des Westens
+++11.00 Uhr+++
Der Jubel bei der AfD kennt keine Grenzen. „Dieses Wahlergebnis macht Mut für Deutschland und Europa, denn Trump hat tatsächlich die Karten zur politischen Zeitenwende in der Hand“, sagte die Parteivorsitzende Frauke Petry am Mittwoch. Der Co-Vorsitzende Jörg Meuthen erklärte: „Trump wurde zurecht für seinen Mut belohnt, sich gegen das System aufzulehnen und unbequeme Wahrheiten anzusprechen.“ Sein Wahlsieg sei eine „letzte Warnung für all die arroganten, abgehobenen Politiker, die sich selbst genug sind und deren einziges Ziel lediglich der Machterhalt ist“. Der Thüringer AfD-Fraktionsvorsitzende Björn Höcke schlug einen weiten Bogen nach Deutschland. Er sagte: „Ein „Weiter so“ darf es in der internationalen und in der deutschen Politik nicht mehr geben.“ Eine weitere Kanzlerschaft von Angela Merkel (CDU) werde durch den Wahlsieg von Trump unwahrscheinlicher. Frank-Walter Steinmeier (SPD) müsse zurücktreten. Wer als Außenminister den zukünftigen US-Präsidenten als „Hassprediger“ bezeichnet habe, dürfe Deutschland nicht mehr im Ausland vertreten.
+++10.50 Uhr+++
Der unverhoffte Sieger der Präsidentenwahl in den USA, Donald Trump, hat auch aus den Palästinensischen Autonomiegebieten Glückwünsche erhalten. Präsident Mahmud Abbas sagte am Mittwoch, er gratuliere Trump und hoffe, dass während dessen Amtszeit Frieden in Nahost erreicht werden könne. Sowohl die Republikaner als auch die Demokraten in den USA hätten sich für die Zwei-Staaten-Lösung ausgesprochen, um den Konflikt beizulegen. „Ich glaube, dies wird sich unter der künftigen Regierung nicht ändern“, mutmaßte Abbas.
+++10.46 Uhr+++
Die britische Premierministerin Theresa May gratuliert Trump zum Wahlsieg. "Großbritannien und die USA haben eine andauernde und besondere Beziehung, die auf den Werten Freiheit, Demokratie und Unternehmungsgeist basiert. Wir sind starke und enge Partner bei Handel, Sicherheit und Verteidigung, und wir werden es bleiben", sagt sie.
+++10.37 Uhr+++
EU-Ratspräsident Donald Tusk und EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker wollen möglichst bald ein Gipfeltreffen mit Donald Trump organisieren. In einem Glückwunschschreiben an den Republikaner luden sie diesen ein, dazu nach Europa zu kommen. „In diesen Tagen ist es wichtiger denn je, die transatlantischen Beziehungen zu stärken“, schreiben sie mit Blick auf den Klimawandel, den Kampf gegen den Terror und die Flüchtlings- und Ukraine-Krise.
+++10.32 Uhr+++
SPD-Chef Gabriel bezeichnet Trump als "Vorreiter einer neuen autoritären und chauvinistischen Internationalen". Er wolle ein "Rollback in die alten, schlechten Zeiten", sagt der Wirtschaftsminister der Funke Mediengruppe. „Trump ist auch eine Warnung an uns.“ Dies münzte Gabriel auch auf die Politik von Kanzlerin Angela Merkel (CDU).
+++10.25 Uhr+++
US-Diplomaten haben EU und Nato eine weitere enge Zusammenarbeit signalisiert. "Es gibt hier Kontinuität", sagte der US-Botschafter bei der Nato, Douglas Lute, am Mittwoch vor europäischen Diplomaten in Brüssel. "Die Nato war für die Vereinigten Staaten immer ein parteiübergreifendes Projekt." Trump hatte während des Wahlkampfes zentrale Aspekte des Verteidigungsbündnisses Nato infrage gestellt und damit für Verunsicherung gesorgt. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini setzt ebenfalls auf eine weitere Zusammenarbeit von EU und den USA. "Die Verbindungen sind tiefer als jede politische Änderung", teilte sie per Twitter mit. "Wir werden weiter zusammenarbeiten und die Stärke von Europa neu entdecken."
+++10.15 Uhr+++
Nach einer sehr schwachen Eröffnung fanden sich schnell wieder mutige Käufer auf Schnäppchenjagd. Sie setzen darauf, dass das Leben an der Börse auch mit einem US-Präsident Trump weiter geht. Der Wahlsieg hat damit am deutschen Aktienmarkt nur kurzzeitig für größere Verluste gesorgt. Zum Handelsstart fiel der Leitindex Dax noch um knapp 3 Prozent auf 10.174 Punkte. Von einer Verkaufspanik, wie sie sich vor dem Börsenstart mit Indikationen unter 10.000 Punkten noch abgezeichnet hatte, war aber nichts zu spüren.
+++09.59 Uhr+++
Als einer der ersten Staatschefs weltweit hat Russlands Präsident Wladimir Putin Donald Trump gratuliert. Er hoffe, dass es ihnen gemeinsam gelingen werde, die russisch-amerikanischen Beziehungen aus der Krise zu holen, schrieb Putin am Mittwoch in einem Telegramm. Ein konstruktiver Dialog sei im Interesse beider Länder und der Weltgemeinschaft. Die Beziehungen zwischen den USA und Russland sind derzeit äußerst gespannt. Putin hatte sich während des US-Wahlkampfs lobend über Trump geäußert. Dieser hat bessere Beziehungen zu Moskau angekündigt.
+++09.46 Uhr+++
Die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Italien und den USA ändern sich nach Auffassung des italienischen Außenministers nicht. „Italien wird mit dem freundschaftlichen Verhältnis und der Zusammenarbeit mit den USA fortfahren, dies ändert sich nicht. Wie sich unsere Abneigung gegenüber Protektionismus und Verschließung nicht ändert“, sagte Paolo Gentiloni am Mittwoch in der Radiosendung „Anch'io“. „Wir werden nicht die Fundamente unserer Außenpolitik verändern und mit den Vereinigten Staaten weiter zusammenarbeiten.“
+++09.41 Uhr+++
Donald Trump lässt an der Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Angela Merkel kein gutes Haar. Nichtsdestotrotz bezeichnet er sie als eine großartige Politikerin. In Berlin ist die Skepsis groß. Seine Äußerungen zur Nato und zu Russland sorgten für Irritationen. Trump will unter anderem, dass Deutschland mehr für den Schutz durch die USA zahlt. Außenminister Frank-Walter Steinmeier nannte Trump einen „Hassprediger“. Was ein Präsident Trump für Deutschland bedeutet, lesen Sie hier.
+++09.34 Uhr+++
+++09.30 Uhr+++
Diplomatische Vertreter der Türkei und Russlands hoffen auf eine bessere Beziehung ihrer Staaten zu den USA. Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu spricht von "vertrauensvollen Beziehungen und Zusammenarbeit", der Präsident der russischen Volkskammer glaubt, dass ein konstruktiverer Dialog möglich sei als mit seinem Vorgänger.
+++09.21 Uhr+++
Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat das Rennen gemacht und damit viele überrascht. Eine Übersicht erster Reaktionen auf eine (mögliche) Präsidentschaft Donald Trumps.
+++09.12 Uhr+++
Der Sieg von Trump macht Dax -Anleger nervös. Der deutsche Leitindex fiel zur Eröffnung am Mittwoch um 2,9 Prozent auf 10.180 Punkte. Weitere Informationen von der Börsen finden Sie hier.
+++09.10 Uhr+++
Die deutsche Wirtschaft reagiert geschockt und verunsichert auf den Sieg von Donald Trump bei der US-Präsidentschaftswahl. "Ein Black Tuesday für den Welthandel", sagte der Präsident des Verbandes der Familienunternehmer, Lutz Goebel, am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. "Trumps Unberechenbarkeit und sein Protektionismus bringen enorme Unsicherheit mit sich - politisch und wirtschaftlich." Trump habe im Wahlkampf viele Ankündigungen gemacht, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Martin Wansleben.
+++09.00 Uhr+++
Trump wiederholte eine Reihe seiner Wahlversprechen. Die Infrastruktur solle wieder aufgebaut, Arbeitsplätze zurück in die USA geholt werden. Den Veteranen werde es besser gehen. Er habe einen „großartigen“ ökonomischen Plan für das Land.
+++08.51 Uhr+++
Trump bedankte sich zunächst bei seinen Unterstützern, aber auch bei seiner Konkurrentin, die "sehr sehr lange für unser Land gekämpft habe." Wir müssen als ein geeintes Volk zusammenkommen," sagte Trump. "Ich verspreche jedem Bürger unseres Landes, dass ich der Präsident aller Amerikaner bin." Seinen Wahlkampf bezeichnete er als eine Bewegung aller, die eine bessere Zukunft für ihr Land wollen. "Wir werden zusammenarbeiten und die dringende Aufgabe des Aufbau unseres Landes in Angriff nehmen, und das Potential unseres Landes ausschöpfen." Jeder einzelne Amerikaner werde die Möglichkeit bekommen, sein Potential auszuschöpfen. "Wir werden niemanden vergessen", sagte Trump gegenüber seinen Anhängern. "Wir haben einen großartigen Wirtschaftsplan und werden unser Wirtschaftswachstum verdoppeln - und wollen uns mit allen Nationen gut verstehen, die sich mit uns gut verstehen wollen." Amerika werde sich nicht länger mit Dingen zufrieden geben, die nicht das Beste sind. "Amerikas Interessen werden wir immer an erste Stelle setzen, aber wir werden mit jeder Nation fair umgehen."
+++08.47 Uhr+++
"Von einer historischen Nacht", sprach der designierte Vizepräsident Mike Pence. "Amerika hat einen neuen Präsidenten gewählt, und es ist schwer mich, anzuerkennen, was für ein Privileg ich habe, als ihr Vizepräsident zu dienen.
Der 57-Jährige gilt als politisch sehr erfahren und saß von 2001 bis 2013 im Repräsentantenhaus, seit 2013 ist er Gouverneur von Indiana. Pence wirkt volksnah, präsentiert sich gern als Stimme der kleinen Leute. Pence beschreibt sich selbst als „Christ, Konservativer und Republikaner - und das in dieser Reihenfolge“. Er ist seit 30 Jahren verheiratet und sehr gläubig.
+++08.44 Uhr+++
In den USA gibt es Medienbericht, wonach Hillary Clinton eine Neuauszählung der Stimmen beantragen möchte. Allerdings soll es auch schon einen Anruf von Clinton an Trump gegeben haben, in dem sie ihre Niederlage eingesteht.
+++08.37 Uhr+++
Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat die US-Wahl gegen die Demokratin Hillary Clinton gewonnen. Der Geschäftsmann aus New York erreichte am Mittwochmorgen (MEZ) die für den Gesamtsieg erforderlichen 270 Wahlmännerstimmen. Hillary Clinton hat keine Chance mehr, auf die nötige Zahl von 270 Wahlmännern zu kommen. Der Milliardär wird wohl am 20. Januar als der 45. Präsident in das Weiße Haus einziehen. Er kann beim Regieren auf die Mehrheit seiner Republikaner im US-Kongress setzen und mögliche entscheidende Vorhaben umsetzen.
+++08.30 Uhr+++
Auch Wisconsin geht an Donald Trump. Damit hat er die Präsidentschaftswahlen gewonnen und wird wohl der 45. Präsident der USA werden.
+++08.28 Uhr+++
"Der größte politische Bruch seit dem Fall der Berliner Mauer. Ein großes Erwachen für Europa," sagt der ehemalige italienische Ministerpräsident Enrico Letta am Mittwochmorgen auf Twitter zur US-Wahl.
+++08.10 Uhr+++
Hillary Clinton lässt durch ihren Wahlkampfmanager verkünden, dass sie heute nicht mehr auftreten werde. Die Menschen sollen nach Hause gehen und schlafen. Das Ergebnis sei noch zu knapp. „Wir werden morgen mehr zu sagen haben.“
Der Milliardär und Republikaner Donald Trump will Präsident werden – und dafür ist ihm fast jedes rhetorische Mittel recht. Das zeigt er bei jedem Auftritt und bei jedem TV-Duell. Seine Behauptungen polarisieren und sind oft mehr als zugespitzt. Auch seine republikanischen Kontrahenten stellen Behauptungen auf. Doch was daran ist eigentlich wahr? Wir dokumentieren sechs Aussagen aus dem vergangenen TV-Duell und checken sie auf ihren Wahrheitsgehalt.
Foto: dpaTrump und Putin
Mitbewerber Marco Rubio: „Und Wladimir Putin, für den Sie, Donald, Bewunderung ausgedrückt haben...“
Trump: „Falsch. Falsch.“
Rubio: „Donald, Sie haben gesagt, er sei ein starker Führer.“
Trump: „Falsch.“
Die Fakten: Tatsächlich bewertete Trump Putin im Vergleich mit US-Präsident Barack Obama positiv. In einem Interview des Fernsehsenders MSNBC vom 18. Dezember freute sich Trump über ein Lob des russischen Präsidenten: „Wenn dich jemand als brillant bezeichnet, ist das immer gut, besonders dann, wenn derjenige Russland lenkt.“ Als der Interviewer darauf verweist, dass Kritiker Putin vorwerfen, Gegner umzubringen zu lassen und in die Ukraine einmarschiert zu sein, erwidert Trump, dass Putin „sein Land führt, und zumindest ist er ein Führer, anders als das, was wir in diesem Land haben“.
Trump und Terror
Trump: Angehörige der Attentäter des 11. Septembers 2001 durften um die Zeit der Anschläge herum die USA verlassen, obwohl „sie wussten, was passierte. Die Ehefrau wusste ganz genau, was passierte. Sie reisten zwei Tage vorher ab und sie sahen im Fernsehen zu, wie ihre Ehemänner ins World Trade Center, ins Pentagon flogen.“
Die Fakten: Es ist nicht bekannt, dass Verwandte der Flugzeugentführer vor oder nach den Anschlägen in den USA waren. Trump scheint Angehörige der Entführer mit Angehörigen von Osama bin Laden zu verwechseln, die sich damals in den USA aufhielten. Sie verließen das Land neun Tage nach den Anschlägen, nicht zwei Tage davor. Nachdem Bin Laden zum Hauptverdächtigen geworden war, organisierte Saudi-Arabien die Ausreise von mehr als 20 Mitgliedern von dessen Familie, zumeist Nichten und Neffen, da Racheakte seitens US-Bürgern befürchtet wurden. Die Regierung des damaligen US-Präsidenten George W. Bush wurde wegen der Ausreiseaktion scharf kritisiert.
Trump und Geld
Marco Rubio, einer von Trumps republikanischen Kontrahenten, äußerte sich abwertend über den Geschäftserfolg des Unternehmers Trump, schließlich habe dieser „mehr als 200 Millionen Dollar geerbt“.
Die Fakten: Das ist schwer zu sagen. Trumps Vater, Fred Trump, starb 1999 und hinterließ ein Vermögen, das öffentlich auf 200 Millionen bis 250 Millionen Dollar (nach heutigem Wert 182 Millionen bis 227 Millionen Euro) geschätzt wurde. Genaue Angaben gibt es nicht, und das Vermögen sollte zwischen Trump und zweien seiner Geschwister aufgeteilt werden.
Trump und Handel
Trump: „Beim Handel gehen wir völlig unter. . Mit China werden wir handelsmäßig 505 Milliarden Dollar verlieren. . . Mexiko, (sind es) 58 Milliarden Dollar. Japan, wahrscheinlich etwa, sie wissen es noch nicht genau, aber (da sind es) etwa 109 Milliarden Dollar.“
Die Fakten: Trump liegt beim US-Handelsdefizit mit China völlig daneben. Es betrug 2015 insgesamt 365,7 Milliarden Dollar – ein Rekord und das größte Defizit der USA mit einem anderen Land. Doch das US-Defizit mit allen Ländern zusammen lag vergangenes Jahr bei 531,5 Milliarden nach 508,3 Milliarden im Jahr 2014 – also etwa so viel wie Trump nur dem Handel mit China zuschrieb. Bei den Zahlen für Mexiko lag Trump richtig, nicht aber bei jenen für Japan. Es betrug im vergangenen Jahr nicht 109 Milliarden, sondern 68,6 Milliarden.
Trump und Folter
Trump: Er wiederholte seine Forderung nach harten Verhörmethoden für Terrorverdächtige. „Wir sollten Waterboarding einsetzen, und wir sollten noch schärfere Mittel als Waterboarding einsetzen.“ Auf die Frage, was er tun würde, wenn sich die Streitkräfte einem solchen Befehl widersetzten, weil er gegen US-Recht verstieße, sagt er: „Sie weigern sich nicht. Sie werden sich mir nicht verweigern. Glauben Sie mir.“
Die Fakten: Angehörige der Streitkräfte sind verpflichtet, einen Befehl zu verweigern, der nach Militärrecht illegal ist. Führen sie einen gesetzeswidrigen Befehl aus, riskieren sie eine Bestrafung.
Trump und Clinton
Trump: „Ich habe (die demokratische Präsidentschaftsbewerberin) Hillary Clinton in vielen Umfragen geschlagen. Die Pew-Umfrage kam gerade heraus. Ich habe Hillary Clinton vor kurzem in einer Fox-Umfrage geschlagen, ich habe Hillary Clinton in 'USA Today' geschlagen, ich habe sie heute in einer Umfrage in Ohio geschlagen. Ich bin der einzige, der Hillary Clinton schlägt.“
Die Fakten: Tatsächlich wird Trump in der jüngsten Fox-Umfrage von Clinton geschlagen, während eine 'USA Today'-Umfrage ihn in Führung sieht. In zahlreichen Umfragen seit Mai ist Clinton im direkten Vergleich weit häufiger die Gewinnerin als Trump. Dies sagt allerdings noch nichts darüber aus, wer bei der Wahl im Herbst letztlich die Nase vorn hat, wenn beide Parteien über ihren jeweiligen Präsidentschaftsbewerber entschieden haben.
+++08.08 Uhr+++
+++08.04 Uhr+++
Hillary Clinton hat Maine gewonnen. Der Bundesstaat wendet wie Nebraska das Prinzip „Split Electoral Votes“, deshalb hat auch Trump eine der vier Stimmen erhalten. Seit 1990er Jahren ging der Bundesstaat ausschließlich an Demokraten.
+++07.47 Uhr+++
In Alaska haben die Wahllokale zuletzt geschlossen, dafür ging die Auszählung sehr schnell. Drei Wahlmänner gehen auch hier auf das Konto von Donald Trump. Er liegt damit jetzt bei 267 Wahlmännern. Zu einem Sieg fehlen ihm noch drei Stimmen.
+++07.45 Uhr+++
Auch der so wichtige Staat Pennsylvania geht wohl an Donald Trump. Damit wird ihm der Sieg nicht mehr zu nehmen sein. In Vorhersagen war hier mit einem Sieg Clintons gerechnet worden.
+++07.42 Uhr+++
Die Chefin des rechtsextremen Front National (FN) in Frankreich, Marine Le Pen, gratuliert Trump zum Wahlsieg. Auch Paul Ryan hat bereits mit Donald Trump telefoniert und ihm gratuliert. Als Vorsitzender des Repräsentantenhauses ist der Abgeordnete aus Wisconsin derzeit der mächtigste Republikaner.
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon
„Nach einem hart umkämpften und oft spaltenden Wahlkampf lohnt es, daran zu erinnern und sich neu bewusst zu machen, dass die Einigkeit in Vielfalt in den Vereinigten Staaten eine der größten Stärken des Landes ist“, sagte Ban laut Mitteilung am Mittwoch in New York. „Ich rufe alle Amerikaner dazu auf, diesem Geist treu zu bleiben.“
Die Vereinten Nationen erwarteten von den USA, dass sie sich auch weiterhin an internationale Kooperationen halten und unter anderem den Kampf gegen den Klimawandel und die Stärkung der Menschenrechte vorantreiben. Ban bedankte sich auch bei der unterlegenen Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton. „Sie ist ein mächtiges Symbol für Gleichberechtigung von Frauen und ich habe keinen Zweifel, dass sie weiterhin zu unserer Arbeit weltweit beitragen wird.“
Foto: REUTERSMexikos Präsident Enrique Peña Nieto
„Mexiko und die USA sind Freunde, Partner und Verbündete, die weiterhin zusammenarbeiten sollten für die Wettbewerbsfähigkeit und die Entwicklung von Nordamerika“, schrieb Nieto am Mittwoch auf Twitter. „Ich vertraue darauf, dass Mexiko und die USA ihre Beziehungen in Kooperation und gegenseitigem Respekt weiter ausbauen.“
Foto: REUTERSKanadas Premierminister Justin Trudeau
„Kanada hat keinen engeren Freund, Partner und Verbündeten als die Vereinigten Staaten“, teilte Trudeau am Mittwoch mit. „Wir freuen uns darauf, in den kommenden Jahren mit dem designierten Präsidenten Trump, dessen Regierung und dem Kongress der Vereinigten Staaten bei Themen wie Handel, Investitionen und internationalem Frieden und Stabilität zusammenzuarbeiten.“ Die Beziehung zwischen den USA und Kanada bezeichnete Trudeau als ein „Vorbild für die Welt“.
Foto: REUTERSChinas Präsident Xi Jinping
In einem Telefongespräch mit Trump hob Jinping die große Bedeutung der beiderseitigen Beziehungen für die globale Entwicklung hervor. Er wolle mit Trump die Prinzipien "keine Konfrontation, kein Konflikt, gegenseitiger Respekt und Zusammenarbeit zum gegenseitigen Vorteil" hochhalten.
Foto: APRusslands Präsident Vladimir Putin
Putin bekräftigte seine Bereitschaft zu einer Annäherung an die USA: „Wir sind uns bewusst, dass es kein leichter Weg wird angesichts des Verfallszustands, in dem sich die Beziehungen zwischen den USA und Russland befinden“, sagte Putin am Mittwoch im Moskauer Kremlpalast. Aber daran sei nicht Russland schuld, betonte er. „Wir sind bereit, unseren Teil beizutragen, um das russisch-amerikanische Verhältnis auf eine stabile Bahn zu lenken.“ Trump hatte im Wahlkampf für gute Beziehungen zu Russland geworben und auch nach seinem Sieg betont, mit allen Staaten zusammenzuarbeiten, die dies wollten. „Dies steht auf absolut phänomenale Weise im Einklang mit der Position, die Putin selbst geäußert hat“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Trumps Sieg wecke Hoffnungen auf eine Annäherung.
Foto: REUTERSBundespräsident Joachim Gauck
Gauck äußerte die Hoffnung, dass der neue US-Präsident Donald Trump in die Tradition des transatlantischen Miteinanders eintritt. „Dieses Miteinander ist ja nicht nur auf Interessen gegründet, sondern auf universelle Werte“, sagte Gauck am Rande einer Gedenkstunde für die Opfer der Pogromnacht 1938 in Cottbus. Neue Herausforderungen für Deutschland und Europa seien ziemlich offensichtlich: „Ich gehe davon aus, dass Europa zur Bewahrung und zur Verteidigung seiner universellen Werte doch mehr Verantwortung übernehmen wird. Und deshalb sind die kommenden Jahre für uns eine Bewährungsprobe“, sagte Gauck. Er wünsche sich, dass gestaltende Kräfte des amerikanisch-europäischen Verhältnisses gestärkt werden. Zuvor hatte Gauck betont, der heutige Tag habe viele Menschen in der Welt beunruhigt. „Jetzt hat das amerikanische Volk gewählt. Wir respektieren den Willen des amerikanischen Volkes. Wir gratulieren dem neu gewählten Präsidenten.“
Foto: dpaBundeskanzlerin Angela Merkel, CDU
"Auf der Basis dieser Werte biete ich dem künftigen Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Donald Trump, eine enge Zusammenarbeit an", sagte Merkel in Berlin. Ausdrücklich verwies die Kanzlerin auf die gemeinsame Wertebasis zwischen Deutschland und den USA und nannte "Demokratie, Freiheit, den Respekt vor dem Recht und der Würde des Menschen unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung oder politischer Einstellung". Zugleich erinnerte sie Trump im Kanzleramt angesichts der wirtschaftlichen und militärischen Stärke der USA an dessen Verantwortung für die weltweite Entwicklung.
Foto: REUTERSFrankreichs Präsident Francois Hollande
„Diese amerikanische Wahl eröffnet eine Periode der Unsicherheit“, sagte Hollande in Paris. Er werde die Gespräche mit der neuen US-Regierung vom 20. Januar kommenden Jahres an mit „Wachsamkeit und Offenheit“ aufnehmen. Die neue politische Lage erfordere eine starkes Frankreich und ein geeintes Europa, so der Staatschef.
Foto: REUTERSDer Vatikan bzw. Papst Franziskus
Der Vatikan wünscht Trump alles Gute bei der Führung der USA. Man werde dafür beten, dass Gott ihm Erleuchtung bringe, sagte Vatikan-Außenminister Kardinal Pietro Parolin. „Heute müssen alle zusammenarbeiten, um die Lage der Welt, die eine der Zerrissenheit und des tiefen Konflikts ist, zu überwinden.“ Er warnte auch vor voreiligen Rückschlüssen auf Trumps Politik. „Wir werden sehen, wie sich der Präsident bewegen wird. Normalerweise sagt man, dass es eine Sache ist, Kandidat zu sein, und die andere, Präsident zu sein - also eine Verantwortung zu haben“, sagte Parolin auf die Frage, was der Vatikan von Trumps Einwanderungspolitik hält. Der Kardinalstaatssekretär ist im Vatikan für diplomatische und außenpolitische Fragen zuständig. Die Wahl von Trump dürfte Papst Franziskus, der sich stets für Bedürftige einsetzt, trotz allem kritisch sehen. Der Pontifex hatte bei einer Mexiko-Reise im Februar den Republikaner für dessen Pläne kritisiert, mit einer Mauer Migranten aus Mexiko abhalten zu wollen. „Eine Person, die daran denkt, Mauern statt Brücken zu bauen, ist nicht christlich“, hatte das Oberhaupt der Katholiken damals gesagt.
Foto: dpaIsraels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu
Netanjahu gratulierte Trump und beschrieb ihn als „echten Freund Israels“. Nach Angaben seines Büros sagte der Regierungschef: „Wir werden zusammenarbeiten, um die Sicherheit, Stabilität und den Frieden in unserer Region zu stärken.“ Das starke Bündnis zwischen Israel und den USA basiere auf gemeinsamen Werten und Interessen sowie einem gemeinsamen Schicksal, sagte Netanjahu. Er sei überzeugt, dass er den Pakt zwischen beiden Ländern gemeinsam mit Trump zu „neuen Höhen“ bringen könne.
Foto: dpaTürkeis Premierminister Recep Tayyip Erdogan
"Ich hoffe, dass diese Wahl des amerikanischen Volkes dazu führen wird, dass für die Welt positive Schritte eingeleitet werden, was Grundrechte und Freiheiten, Demokratie und die Entwicklungen in unserer Region angeht."
Foto: APBundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier, SPD
"Ich will nichts schönreden. Nichts wird einfacher, vieles wird schwieriger werden", sagte Steinmeier in Berlin. "Wir müssen uns darauf einstellen, dass die amerikanische Außenpolitik für uns weniger vorsehbar wird." Man wisse noch nicht, wie Trump die USA regieren wolle. Aber man müsse sich darauf einstellen, dass die USA künftig wieder häufiger alleine entscheiden würden. Steinmeier warnte zudem, dass das transatlantische Verhältnis keinen Schaden nehmen dürfe, denn dies sei das "Fundament des Westens" sei.
Foto: dpaNato-Generalsekretär Jens Stoltenberg
„US-Führung ist nach wie vor von großer Bedeutung“, sagte Stoltenberg am Mittwochmorgen in einer Glückwunschbotschaft an den Republikaner. „Eine starke Nato ist gut für die Vereinigten Staaten und gut für Europa.“
(Trump hatte sich in seinem Wahlkampf wiederholt kritisch zur Nato geäußert und unter anderem gefragt, warum immer die USA die Führungsrolle übernehmen müssten.)
Foto: dpaSpaniens Außenminister Alfonso Dastis
„Trump hat im Wahlkampf viele Sachen gesagt, die er als Regierungschef nicht sagen wird“, erklärte Dastis am Mittwoch bei einem Radiointerview. Der republikanische Kandidat habe unter anderem auch wegen seiner starken Persönlichkeit gewonnen, analysierte der Minister der konservativen Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy. In den USA werde es einen Wandel geben. Die US-Demokratie sei „aber ein System von verschiedenen Gegengewichten und Gewalten, die ins Gleichgewicht gebracht werden müssen, und das schränkt den Handlungsspielraum eines Präsidenten ein“, betonte Dastis.
Foto: dpaIndiens Premierminister Narendra Modi
„Wir wissen die Freundschaft gegenüber Indien zu schätzen, die Sie während Ihrer Kampagne zum Ausdruck gebracht haben“, so Modi. „Wir freuen uns, eng mit Ihnen zusammenzuarbeiten, um die bilaterale Verbindung zwischen den USA und Indien zu neuen Höhen zu führen.“ Während einer Veranstaltung vor US-indischen Wählern im Oktober hatte Trump Modi gelobt und versprochen, dass Indien und die USA mit ihm als Präsident „beste Freunde“ werden würden.
Foto: APSaudi-Arabiens König Salman bin Abdelasis al-Saud
Der saudi-arabische König wünschte Trump auch im Namen der saudischen Regierung viel Erfolg bei der Mission, Sicherheit und Stabilität im Nahen Osten und der ganzen Welt zu errichten, zitierte die saudische staatliche Nachrichtenagentur SPA aus einer Nachricht des Königs an Trump. Darin betonte der Monarch die „historisch tiefen Beziehungen zwischen den beiden befreundeten Ländern“.
Foto: dpaDie britische Premierministerin Theresa May
"Großbritannien und die USA haben eine andauernde und besondere Beziehung, die auf den Werten Freiheit, Demokratie und Unternehmungsgeist basiert. Wir sind starke und enge Partner bei Handel, Sicherheit und Verteidigung, und wir werden es bleiben", sagt sie.
Foto: dpaBundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel, SPD
Gabriel bezeichnet Trump als "Vorreiter einer neuen autoritären und chauvinistischen Internationalen". Er wolle ein "Rollback in die alten, schlechten Zeiten", sagt der Wirtschaftsminister der Funke Mediengruppe.
Foto: dpaMahmoud Abbas, palästinensischer Präsident
Abbas sagte am Mittwoch, er gratuliere Trump und hoffe, dass während dessen Amtszeit Frieden in Nahost erreicht werden könne. Sein Unterhändler Sajeb Erakat fügte hinzu, er erwarte nicht, dass sich die Position der USA zu dem Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern unter Trump ändern werde. Sowohl die Republikaner als auch die Demokraten in den USA hätten sich für die Zwei-Staaten-Lösung ausgesprochen, um den Konflikt beizulegen. „Ich glaube, dies wird sich unter der künftigen Regierung nicht ändern“, mutmaßte Abbas. Allerdings hatte Trump vor der Wahl vorgeschlagen, die US-Botschaft nach Jerusalem zu verlegen, obwohl die USA die von Israel besetzten und annektierten Gebiete der Stadt nicht anerkennen.
(Die Palästinenser fordern einen eigenen Staat, der das Westjordanland, den Gazastreifen und Ostjerusalem umfasst - das sind alles Gebiete, die Israel während des Sechstagekriegs 1967 besetzte. Die Verhandlungen zwischen beiden Seiten für eine Lösung des Konflikts liegen seit dem gescheiterten Vorstoß der USA im April 2014 brach.)
Foto: dpaJean-Marc Ayrault, Französischer Verteidigungsminister
"Wenn Trump Präsident wird, wird Frankreich weiterhin mit den USA zusammenarbeiten. Wir müssen uns zum Klimawandel, zum Atomabkommen mit dem Iran und zu Syrien aber neu abstimmen."
Foto: REUTERSPolens Präsident Andrzej Duda
Duda wünschte dem künftigen US-Staatsoberhaupt eine erfolgreiche Amtszeit und hob die guten Beziehungen beider Länder hervor. „Die Bande zwischen Polen und den Vereinigten Staaten sind ein hervorragendes Beispiel einer strategischen Partnerschaft, die auf gemeinsamen Werten beruht, denen die Freiheit zugrunde liegt“, schrieb Duda. Er begrüßte die beim Warschauer Nato-Gipfel im Juli beschlossene Aufrüstung der Ostflanke, in deren Rahmen die USA ihre Militärpräsenz in Polen verstärken werden. Duda hoffe außerdem, dass Trumps Regierung weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Polen und den USA eröffnen werde.
Foto: dpaUngarns Ministerpräsident Viktor Orban (auf Facebook)
„Gratulation. Was für eine großartige Neuigkeit. Die Demokratie lebt noch“, schrieb Orban am Mittwochmorgen auf Englisch auf seiner Facebook-Seite.
Foto: REUTERSLutz Goebel, Präsident des Verbandes der Familienunternehmer
"Ein Black Tuesday für den Welthandel."
Foto: dpaDie Grünen-Fraktionsvorsitzenden Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter
"Am Tag des deutschen Mauerfalls ist der Wahlausgang auch eine Mahnung, entschieden für Demokratie, Gerechtigkeit und Freiheit einzutreten. Die Spaltung unserer Gesellschaften müssen wir verhindern."
Foto: dpaDer bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer, CSU
Seehofer verband seine Glückwünsche an Donald Trump mit einer Erinnerung an die weltpolitische Verantwortung des US-Präsidenten. Die Menschen in den USA hätten Trump ihr Vertrauen ausgesprochen. „In einer Welt der Herausforderungen, der Unordnung und der Bedrohungen durch Klimawandel, globale Fluchtbewegungen, kriegerische Auseinandersetzungen und islamistischem Terrorismus bedeutet dieses Vertrauen für das Amt des amerikanischen Präsidenten nicht nur Verantwortung für die Vereinigten Staaten, sondern für die ganze Weltgemeinschaft“, sagte Seehofer. „Für die schwierigen Aufgaben, die jetzt vor Donald Trump liegen, wünsche ich politische Weitsicht, Mut zum Ausgleich, eine glückliche Hand und Gottes Segen.“
Foto: dpaÖsterreichs Kanzler Christian Kern
„Wahlergebnisse lügen nicht. Viele Menschen in den Vereinigten Staaten haben das politische System nachhaltig abgelehnt“, sagte der Sozialdemokrat am Mittwoch im Wiener Parlament. Auch Europa müsse von diesem Votum lernen und entsprechende Rückschlüsse ziehen. In welche Richtung sich die amerikanische Politik nun wenden werde, kann laut Kern zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschätzt werden. „Ich gehe davon aus, dass vieles, das Trump in Wahlkampf erklärt hat, so nicht oder nur in reduzierter Form kommen wird“, so der Kanzler.
Foto: dpaMartin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK)
Der Republikaner habe im Wahlkampf viele Ankündigungen gemacht, sagte Wansleben: "Keiner weiß derzeit, was in der kommenden Zeit davon tatsächlich umgesetzt wird".
Foto: dpaBeatrix von Storch, AfD-Vizevorsitzende
"Der Sieg von Donald Trump ist ein Signal dafür, dass die Bürger in der westlichen Welt einen klaren Politikwechsel wollen. Vieles von dem, was Trump im Wahlkampf gesagt hat, ist kritisch zu sehen. Doch nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Auch wenn sich mit Trump ein vermeintlicher Outsider durchgesetzt hat, muss er erst beweisen, dass er wirklich einen Neuanfang für die USA will, insbesondere durch die versprochene außenpolitische Zurückhaltung."
Foto: dpaBernd Riexinger, Parteivorsitzender der Partei Die Linke
"Ich hoffe auf eine abschreckende Wirkung."
Foto: dpaNiedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil, SPD
"Die Wahl von Donald Trump bereitet mir große Sorgen. Die Aussagen, die der designierte Präsident im Wahlkampf gemacht hat, lassen jedenfalls nichts Gutes erahnen."
Foto: Swen PfödpaOliver Bäte, Allianz-Chef
"Wir werden ein längere Phase der Unsicherheit erleben, bis sich das Regierungsprogramm Trumps kristallisiert. Ich rechne mit einer eher expansiven, stimulierenden Fiskalpolitik, aber auch mit der Neigung zu einer protektionistischen Handelspolitik mit weitreichend negativen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Der Präsident wird wohl TTIP einstellen. Doch steht zu hoffen, dass irgendwann ein neuer Anlauf zur stärkeren Marktintegration zwischen der EU und den USA erfolgt."
Foto: REUTERSHeinz-Christian Strache, Chef der rechtspopulistischen FPÖ (auf Facebook)
„Die politische Linke und das abgehobene sowie verfilzte Establishment wird Zug um Zug vom Wähler abgestraft und aus diversen Entscheidungsfunktionen heraus gewählt“. Das sei gut so. Strache sieht auch „Mainstreammedien“, die seit Wochen Stimmung gegen Trump gemacht hätten, wieder einmal vom Wähler blamiert.
Foto: dpaOsram-Chef Olaf Berlien
"Ich glaube, dass die meisten Leute nicht damit gerechnet haben", sagt Berlien der WirtschaftsWoche. Die Prognosen hätten ja anders ausgesehen. Es gelte jetzt den Blick nach vorne zu richten, wie das Land geeint werden kann. "Auf unser Geschaeft hat es Keine Auswirkungen, denn wir fertigen in den USA für die USA."
Foto: dpaBundesjustizminister Heiko Maas, SPD (auf Twitter)
„Die Welt wird nicht untergehen, sie wird nur noch verrückter.“
Foto: dpaVolker Kauder, CDU/CSU-Bundestagsfraktionsvorsitzender
„Wir müssen auch mit Donald Trump als neuem US-Präsidenten möglichst gut zusammenarbeiten“, teilte Kauder mit. Eine enge transatlantische Partnerschaft sei für Deutschland und Europa weiter von zentraler Bedeutung. Zugleich warnte er, das geplante Freihandelsabkommen TTIP zwischen Europa und den USA dürfe nicht voreilig aufgegeben werden. Die guten Handelsbeziehungen dürften nicht aufs Spiel gesetzt werden.
Der US-Wahlkampf habe auf viele Menschen in der Bundesrepublik verstörend gewirkt, sagte Kauder und warnte: „In Deutschland sollten wir uns vor einer solchen Auseinandersetzung hüten.“ Die Unionsfraktion hoffe, dass sich Trump „demnächst verstärkt den Herausforderungen in dieser Welt zuwendet und bei ihrer Bewältigung der Bedeutung seines Landes gerecht wird“.
Es müsse nun alles daran gesetzt werden, zur neuen Administration in Washington verlässliche Beziehungen aufzubauen, sagte Kauder. Deutschland und die USA verbinde eine Wertegemeinschaft. „Auch umgekehrt sollte der neue US-Präsident erkennen, dass ein gutes Verhältnis zu Europa und Deutschland seinem Land letztlich nur nützt.“ Obwohl sich die Mehrheit der Deutschen einen anderen Präsidenten gewünscht habe, „müssen wir gerade jetzt daran arbeiten, die guten Beziehungen zu den USA zu erhalten“, forderte Kauder.
Foto: dpaUlrich Grillo, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie
Grillo hat den neuen US-Präsidenten Donald Trump davor gewarnt, die amerikanische Wirtschaft abzuschotten. „Die Vereinigten Staaten müssen weiter auf offene Märkte setzen. Alles andere wäre Gift für die US-Wirtschaft“, sagte Grillo. Die USA seien einer der wichtigsten Partner Europas, um den weltweiten Handel zu gestalten. Die deutsche Wirtschaft werde weiter für ein faires Handelsabkommen TTIP mit guten Regeln für Europa und die USA werben. Trump hatte TTIP im Wahlkampf als „größte Gefahr“ für US-Unternehmen kritisiert.
Foto: dpaChristian Lindner, Bundesvorsitzender der FDP
Lindner sieht bei einem Sieg des Republikaners Donald Trump bei der US-Präsidentschaftswahl das westliche Wertesystem erschüttert. „Alle Säulen, auf die der Westen steht, sind gefährdet“, sagte Lindner am Mittwoch auf „Bild.de“. Trumps Politik würde sich wahrscheinlich in „extremen wirtschaftlichen und außenpolitischen Auswirkungen“ auf den Wohlstand in Deutschland niederschlagen. Gleichzeitig warnte Lindner, Europa dürfe sich jetzt keinen „Fadenriss mit den atlantischen Beziehungen“ erlauben. Die US-Wahl sei auch ein Lehrstück für Deutschland auf dem Weg zur Bundestagswahl 2017. Viele US-Bürger hätten die Wahl genutzt, den etablierten Parteien einen Denkzettel zu verpassen. Sie hätten Trump als „Molowtowcocktail benutzt, um ihn auf das Establishment zu werfen“, sagte Lindner. Er forderte nun einen nüchternen Umgang mit Rechtspopulisten in Deutschland. Man solle deren Parolen besser „abtropfen lassen, ihnen nicht die Aufmerksamkeit geben“, sondern besser die Probleme angehen.
Foto: dpaMarcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW)
"Natürlich wird es kurzfristig zu Verwerfungen an den Finanzmärkten kommen. Das sieht man ja bereits jetzt, und das dürfte sich in den kommenden Tagen fortsetzen. Aber ähnlich wie nach dem Brexit-Votum der Briten werden sich die Wellen wieder glätten. Schnell wird man feststellen, das sich eigentlich nicht so viel ändern wird. Viele seiner verrückten Pläne - etwa in der Steuer- und Handelspolitik - wird Trump nicht umsetzen können. Wir haben eine funktionierende Demokratie in den USA. Auch der mächtigste Mann der Welt kann nicht tun, was er will.
Foto: dpaMarine Le Pen, Vorsitzende des Front National in Frankreich
"Glückwünsche an den neuen Präsidenten der USA, Donald Trump, und an das freie amerikanische Volk!"
Foto: APBundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen, CDU (in der ARD)
Von der Leyen spricht von einem "schweren Schock": "Auch wir Europäer wissen natürlich als Bündnispartner in der Nato, dass Donald Trump als Präsident fragen wird, was leistet Ihr im Bündnis", sagte sie in der ARD. "Aber auch wir fragen, wie steht Ihr zum Bündnis?", sagte sie mit Hinweis auf die Ankündigungen des republikanischen Präsidentschaftskandidaten, dass die Europäer mehr für ihre Sicherheit tun müssten. "Ich glaube auch, dass Donald Trump weiß, das dies nicht eine Wahl war für ihn, sondern gegen Washington, gegen das Establishment", fügte von der Leyen hinzu. Die Bundesregierung müsse nun herausfinden, wer überhaupt die Ansprechpartner in einer Trump-Regierung seien und welche Wahlkampfankündigungen er umsetzen wolle. "Viele Fragen sind offen." Wenn Trump sage, er wolle die USA wieder stark machen, könne er dies aber nur mit einer starken Wirtschaft. Und die könne er nur entwickeln, wenn er nicht verunsichere, mahnte die Verteidigungsministerin. "Unser Interesse ist ein verantwortungsbereites und weltoffenes Amerika."
Foto: dpaCem Özdemir, Die Grünen (im ZDF)
„Das ist ein Bruch mit der bisherigen Tradition, dass der Westen für liberale Werte steht.“
Foto: dpa
Ralf Stegner, SPD (auf Twitter)
„Spiel mir das Lied vom Tod - Man with the Harmonica Mein Musiktipp für euch da draußen im digitalen Orbit ;-)“
Foto: dpaBrexit-Wortführer Nigel Farage (auf Twitter)
„Es scheint, als wird 2016 zum Jahr zweier großer politischer Revolutionen“, schrieb Farage mit Blick auf die US-Präsidentschaftswahlen und das britische EU-Austritts-Votum im Juni.
Foto: dpaAfD-Bundesvorsitzende Frauke Petry
Petry begrüßte den Wahlsieg Trumps als Entmachtung der politischen Eliten. "Es wird höchste Zeit, dass auch in den Vereinigten Staaten von Amerika das vom politischen Establishment entmündigte Volk seine Stimme zurückerhält."
Foto: dpaGeert Wilders, niederländische Rechtspopulist (auf Twitter)
„Die Amerikaner holen sich ihr Land zurück.“
Foto: APJörg Krämer, Commerzbank-Chefvolkswirt
"Trump ist ein erklärter Gegner des Freihandels. Darunter werden nicht nur Mexiko, Kanada und China leiden. Vielmehr wird er der gesamten Welthandelsordnung schweren Schaden zuführen. Der Welthandel, der in preisbereinigter Rechnung bereits seit zwei Jahren stagniert, wird unter einem Präsidenten Trump sicher nicht zur alten Dynamik zurückfinden. Das wird die Exportnation Deutschland zu spüren bekommen, wenn der gegenwärtige konsumgetriebene Aufschwung in ein paar Jahren ausläuft. Trumps Sieg steht für eine Niederlage des politischen, wirtschaftlichen und publizistischen Establishments in den USA. Das wird die gegen das Establishment gerichteten Kräfte in vielen EU-Ländern weiter stärken, auch in Deutschland. All das schwächt in der EU die Regierungen und schafft ein Klima, in dem sich die Regierenden nicht an Reformen wagen. Das zementiert die Probleme der EU und drängt die EZB in die Rolle des geldpolitischen Ausputzers. Natürlich können sich die Aktienmärkte nach dem unvermeidlichen Ausverkauf am heutigen Tag wieder rasch erholen. Aber für die Märkte dürfte die Wahl Trumps ein weit größeres Problem sein als das Brexit-Votum im Juni. Schließlich geht die immer noch größte Volkswirtschaft der Welt unter einem Präsidenten Trump in der Handelspolitik auf Konfrontationskurs. Hinzu kommt die monatelange Unsicherheit darüber, was genau Trump tun wird."
Foto: REUTERSWirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman
„Ich dachte wirklich, ich kenne mein Land besser als es sich nun zeigt“, schrieb Krugmann auf Twitter. „Ich habe gewarnt, dass wir ein „failed state“ werden könnten, aber ich habe nicht (...) den tiefen Hass in einem großen Teil der Bevölkerung erkannt.“ Als „failed state“ werden gescheiterte Staaten bezeichnet, die ihre grundlegenden Funktionen nicht erfüllen können. „Jetzt müssen wir herausfinden, was wir in dieser schrecklichen Welt machen können“, schrieb Krugman.
Foto: REUTERSBernd Riexinger, Die Linke (im ZDF)
„Er wird den Leuten, denen er jetzt alles mögliche versprochen hat, nichts bieten können.(...) Er wird sich auf den Weg zu einer autoritären Gesellschaft bewegen.“
Foto: REUTERSNorbert Röttgen, CDU (im ZDF)
„Seine Worte und seine Art sind eine wahnsinnige Hypothek, die er nicht so einfach abschütteln kann. (...) Wir müssen ihn, glaube ich, so nehmen, wie er sich präsentiert hat.“
Foto: dpaKonstantin von Notz, Die Grünen (auf Twitter)
„1. Kommt es anders, und 2. als man denkt #USWahl16“´
Foto: dpa
+++07.40 Uhr+++
+++07.34 Uhr+++
Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman schreibt einen Kommentar auf New York Times Online: „I don’t know how we go forward from here. Is America a failed state and society? It looks truly possible.“
+++07.25 Uhr+++
Die Republikaner haben bei der US-Wahl ihre Mehrheit im Senat behauptet. Das war nach AP-Berechnungen nach dem republikanischen Sieg im Senatsrennen in Pennsylvania sicher.
+++07.20 Uhr+++
Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat den sich abzeichnenden Wahlsieg Donald Trumps bei der US-Präsidentschaftswahl als "schweren Schock" bezeichnet. "Auch wir Europäer wissen natürlich als Bündnispartner in der Nato, dass Donald Trump als Präsident fragen wird, was leistet Ihr im Bündnis", sagte die CDU-Politikerin am Mittwoch in der ARD. "Aber auch wir fragen, wie steht Ihr zum Bündnis?", sagte sie mit Hinweis auf die Ankündigungen des republikanischen Präsidentschaftskandidaten, dass die Europäer mehr für ihre Sicherheit tun müssten.
+++07.15 Uhr+++
Im US-Bundesstaat Maine zeichnet sich nach einem Bericht des Senders Fox ein Sieg Clintons ab. Sie liegt mit knapp 48 Prozent zu 45 Prozent vorne.
+++06.58 Uhr+++
Im Team des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump macht sich bereits Hoffnung auf einen Wahlsieg breit. Trump selbst sei „in Hochstimmung“, sagte seine Wahlkampfmanagerin Kellyanne Conway der Nachrichtenagentur AP. Tausende seiner Anhänger waren Dienstagnacht im großen Ballsaal des Hilton-Hotels versammelt, in dem die Wahlparty des Republikaners stattfindet.
+++06.40 Uhr+++
Deutschlands Fernsehsender haben sich bei der US-Präsidentschaftswahl in der Nacht zum Mittwoch ein Wettrechnen geliefert. Vor allem ARD, ZDF, Phoenix, die privaten Nachrichtensender n-tv und N24 sowie in etwas eingeschränkterem Umfang auch RTL begleiteten das Duell in den USA. Bis in die frühen Morgenstunden wurde gezählt und gerechnet. TV-Satiriker Jan Böhmermann kommentierte die Wahl und die Auftritte im deutschen Fernsehen auf YouTube. Pech für Sandra Maischberger, die noch nach Mitternacht im Ersten durch ihren Talk führte: Ihre Stimme versagte aufgrund eines Infekts.
+++06.28 Uhr+++
Hillary Clinton hat nun noch Nevada gewonnen. Das wird aber wohl nicht für den Wahlsieg reichen. Seinen Wahlerfolg kann Trump vor allem auf die Mehrheit der weißen Wähler stützen, während Hillary Clinton die Unterstützung von drei von vier Nichtweißen erhielt. Außerdem wählten Trump vor allem Weiße ohne Hochschulabschluss. Von ihnen stimmten fast zwei Drittel für ihn. Aber auch von jenen mit Universitätstiteln gaben rund die Hälfte ihre Stimme für Trump ab. Clinton konnte vor allem auf die Afroamerikaner setzen, die zu 90 Prozent der Demokratin ihre Stimme gaben. Rund zwei Drittel der Hispanics und der asiatischstämmigen Amerikaner stimmten ebenfalls für Clinton.
+++06.20 Uhr+++
Webseiten der kanadischen Einwanderungsbehörde waren in der US-Wahlnacht teilweise nicht mehr zu erreichen. Viele Amerikaner hatten während des Wahlkampfes immer wieder - scherz- oder ernsthaft - angekündigt, aus den USA auszuwandern, sollte Präsidentschaftskandidat Donald Trump gewinnen. Ob die Seiten wegen Überlastung nach Trumps überraschendem Vorsprung zusammengebrochen waren, blieb bis bislang unklar.
+++06.07 Uhr+++
Die Märkte reagieren: Der mexikanische Peso fällt weiter auf ein Rekordtief. Gold verteuert sich um drei Prozent. Der Dax wird mit einem Minus von vier Prozent erwartet. Auch Ölpreis und Dollarkurs waren im Abwärtstrend, ebenso der mexikanische Peso. Der Goldpreis legte dagegen zu.
+++06.00Uhr+++
+++05.45 Uhr+++
Georgia geht mit 16 Wahlmännern an Trump. Damit lag er bereits bei 232 der nötigen 270 Wahlmännerstimmen, seine demokratische Rivalin Hillary Clinton kam zu diesem Zeitpunkt auf 209.
+++05.41 Uhr+++
In Utah ist mit Evan McMullin angetreten, er ist in anderen Staaten chancenlos, lag aber in Utah gleichauf mit Clinton und Trump. Nun ist aber klar, dass Trump auch diesen Bundesstaat klar geholt hat.
+++05.30 Uhr+++
Hillary Clinton hat sich auch den Bundesstaat Washington gesichert. Dafür erhält sie zwölf Wahlmännerstimmen. Trump holt aber Wisconsin. Dort war eigentlich ein Sieg Clintons erwartet worden. Einen Pflichtsieg fuhr er hingegen in Iowa ein.
+++05.20 Uhr+++
Donald Trump besteht einem Bericht zufolge darauf, dass er seinen Twitter-Account nicht seinen Mitarbeitern überlassen habe. Das schrieb die „New York Times“ am Dienstagabend (Ortszeit) in ihrem Liveblog. Der republikanische Präsidentschaftskandidat habe während der Auszählung der Stimmen kurz mit einem Reporter der „NYT“ gesprochen. „Unter anderem insistierte er, dass er seinen Twitter-Account nicht abgetreten habe.“ Mehrere US-Medien hatten berichtet, Trumps Wahlkampfteam habe in den vergangenen Tagen das Konto alleine geführt. Präsident Barack Obama hatte daraufhin gesagt: „Wenn jemand nicht mit einem Twitter-Konto umgehen kann, kann er nicht mit den Atomcodes umgehen.“
+++05.05 Uhr+++
Wie erwartet gewinnt Clinton Kalifornien und damit auf einem Schlag 55 Wahlleute. Sie liegt CNN zufolge zunächst mit 190 Stimmen in Führung vor Trump mit 171, benötigt werden mindestens 270. Auch die Staaten Hawaii und Oregon gehen an Clinton. Trump siegt in Idaho.
+++04.58 Uhr+++
Nach Ohio holt Trump nun auch den so wichtigen Staaten: Florida. Trump holt damit weitere 29 Wahlmännerstimmen.
+++04.55 Uhr+++
Ein Zwischenstand: Donald Trump hat die Bundesstaaten Alabama, Arkansas, Indiana, Kansas, Kentucky, Louisiana, Mississippi, Missouri, Montana, Nebraska, North Dakota, Ohio, Oklahoma, South Carolina, South Dakota, Tennessee, Texas, West Virginia, Wyoming geholt und vereint damit mittlerweile 168 Wahlmännerstimmen auf sich..
Hillary Clinton hingegen kommt auf 131 und holt sich folgende Bundesstaaten Colorado, Connecticut, Delaware, Illinois, Massachusetts, Maryland, New Jersey, New Mexico, New York, Rhode Island, Vermont, Virginia, Washington D.C.
Am Tag der US-Wahl gehen manche Bürger aus voller Überzeugung für einen Kandidaten zur Urne, andere machen sich die Entscheidung schwer. David Hansen aus Minnesota: „Die Republikaner werden zu weit rechts sein und die Demokraten zu weit links, ich konnte für keinen der beiden stimmen.“ Der 63-Jährige gab an, daher den Libertären Gary Johnson gewählt zu haben. „Es scheint so, als würde Hillary versuchen, das zu tun, was man ihr gesagt hat. Trump macht einfach das, was er tun will - und er ist nicht fit genug für das Präsidentenamt.“
Foto: APRuss Van Deursen aus New Hampshire: „Unser Land muss Fortschritte machen und ich glaube nicht, dass es unter einem Präsidenten Donald Trump positiv nach vorne gehen wird.“ Er gehörte zu den ersten Wählern des Wahltages in dem winzigen Dorf Dixville, in dem am Dienstag gleich nach Mitternacht abgestimmt wurde.
Foto: dpaVon den insgesamt acht vergebenen Stimmen in der Ortschaft gingen vier an Clinton, zwei an Trump und eine an den Libertären Gary Johnson. Auch Mitt Romney erhielt eine Stimme, stand aber gar nicht auf dem Wahlzettel.
Foto: dpaIm Wahlbüro P.S. 59 in New York wird eine halbnackte Demonstrantin abgeführt, kurz bevor Präsidentschaftskandidat Donald Trump zur Abstimmung kommt.
Foto: REUTERSDer republikanische Präsidentschaftskandidat stimmte am Vormittag ab. Mit im Bild: Ivanka und Arabella Trump.
Foto: APNa, ob Melania Trump ihr Kreuzchen auch am richtigen Fleck macht? Donald Trump scheint sich da nicht so ganz sicher zu sein...
Foto: REUTERSAufkleber für jeden Wähler: Wer seine Stimme abgegeben hat, erhält einen „I voted“-Sticker, auch die Präsidentschaftskandidaten.
Foto: REUTERSDie demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton bei der Abstimmung in Chappaqua, New York.
Foto: REUTERSAn Hillarys Seite: ihr Ehemann und Ex-US-Präsident Bill Clinton.
Foto: APEine Menge jubelnder Anhänger machte Fotos. Sie empfinde „größte Demut“, sagte die frühere Außenministerin und First Lady. „Ich weiß, wie viel Verantwortung damit zusammenhängt.“
Foto: APClintons Vizepräsidentschafts-Kandidat Tim Kaine (l.) bei der Abstimmung in Richmond, Virginia.
Foto: APDer republikanische US-Vizepräsidentschaftskandidat und Gouverneur von Indiana, Mike Pence, hat in Indianapolis gewählt. Er und seine Frau Karen wurden mit keinen Warteschlangen konfrontiert und nahmen sich rund fünf Minuten Zeit für die Stimmabgabe. Danach sagte Pence vor einer kleinen Gruppe, er sei dankbar für die Unterstützung und die Gebete in ganz Amerika. Er versprach, mit Trump als US-Präsident werde das Land wirtschaftlich erfolgreicher werden.
Foto: dpaMehr als 40 Millionen Frühwähler haben schon vor dem 8. November ihre Stimme abgegeben. Wer am Dienstag wählt, muss mit langen Schlangen vor den Wahllokalen rechnen.
Foto: dpaAbstimmung in der Feuerwache: Ein Wahllokal in Arlington, Virginia. Auch hier stehen die Wähler Schlange, um ihre Stimme abzugeben.
Foto: dpaEin Wahllokal in einer Schule im New Yorker Stadtteil Chelsea. Unter anderem in New York gab es Berichte über lange Warteschlangen und einzelne Wahllokale, die zu spät geöffnet hätten.
Foto: APViele Wähler äußerten Erleichterung, dass nach zwei Jahren des Wahlkampfs, einer rassistisch geladenen Rhetorik und scharfen Vorwürfen gegen die Kandidaten das Ende in Sicht sei. „Ich bin die Schlammschlacht leid“, sagte etwa eine Republikanerin aus Minnesota.
Foto: dpaAuch in Übersee, wie hier in Japan, wird das Ergebnis aus den USA mit Spannung erwartet.
Foto: APPatrick Murphy hat in Florida gegen Marco Rubio verloren. Er bedankte sich bei seinen Unterstützern.
Foto: APHoffen und Beten im Lager von Hillary Clinton. Sie liegt deutlich hinter ihrem Konkurrenten.
Foto: REUTERSDafür bei den Trump-Anhängern großer Jubel. Je näher ein Sieg des Republikaners rückt, desto euphorischer wird die Stimmung auf den republikanischen Wahlpartys.
Foto: APNachdem ein Großteil der Stimmen ausgezählt ist und alles nach einem Sieg für Donald Trump aussieht, sieht man bei Clinton-Anhänger in durchweg entsetzte Gesichter.
Foto: REUTERSHillary Clinton geht an diesem Wahlabend nicht mehr auf die Bühne. Ihr Wahlkampfleiter vertröstete ihre Anhänger auf den nächsten Tag. CNN berichtete, Hillary Clinton habe Trump angerufen und dessen Sieg eingeräumt.
Foto: REUTERSDonald Trump betritt als frisch gekürter nächster Präsident der USA gemeinsam mit seiner Familie die Bühne. Zudem erklärt er, Hilary Clinton Hillary habe hart gearbeitet und man schulde ihr Dank. Es sei ein sehr harter Wahlkampf gewesen. Jetzt sei es Zeit für alle Amerikaner, zusammenzukommen. Er versprach, er wolle ein Präsident für alle US-Amerikaner werden.
Foto: REUTERS+++04.49 Uhr+++
Der überraschende Vorsprung für den US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump hat in der Wahlnacht in Deutschland für große Unruhe gesorgt. Der SPD-Politiker Ralf Stegner fürchtete auf Twitter eine „böse BREXIT-Überraschung auch bei #USwahl16“. Der Grünen-Politiker Omid Nouripour forderte in der ARD einen europäischen Krisengipfel, sollte Trump gewinnen. Sein Parteikollege Erik Marquardt verglich die Entwicklung mit einer kleinen „Zombie-Apokalypse“.
+++04.35 Uhr+++
Eine kleine Erfolgsmeldung für Hillary Clinton: Sie holt die 13 Wahlmänner in Virginia und neun in Colorado.
+++04.27 Uhr+++
Die 18 Wahlmänner aus Ohio gehen auch an Donald Trump, damit dürfte sein Sieg immer wahrscheinlicher werden.
+++04.20 Uhr+++
Der mexikanische Peso hat im Verhältnis zum US-Dollar um über acht Prozent an Wert verloren. Die Währung gilt als Indikator für die Siegchancen von Trump: Je höher seine Umfragewerte, desto mehr steht der Peso unter Druck, wie auch dieser Text zeigt.
+++04.17 Uhr+++
Mittlerweile sind 70 Prozent der Stimmen ausgezählt.
+++04.15 Uhr+++
Clinton holt unterdessen noch New Mexico mit fünf Wahlmännerstimmen.
+++04.11 Uhr+++
Zweifelt auch Clinton an ihrem Sieg? Sie bedankt sich bereits bei ihrem Team.
Der 45. Präsident der USA heißt Donald Trump, die First Lady Melania. Für den Wahlsieger spielte seine Familie eine wichtige Rolle im Wahlkampf – und tut es auch während der Präsidentschaft noch. Denn Donald Trump misstraut den meisten politischen Beratern. Nur seine engsten Angehörigen dürfen ihm die Meinung sagen und Ratschläge geben.
Foto: REUTERSIvanka Trump
Trumps Tochter Ivanka zeichnete im Wahlkampf ihres Vaters das Bild eines titanischen Menschen mit unglaublichen Fähigkeiten für die USA. Das Verhältnis zwischen Vater und Tochter soll so stark sein, dass sich US-Medien zeitweise ernsthaft mit der Möglichkeit beschäftigten, dass Trump seine Tochter zu seiner Stellvertreterin ernennen könnte. Die 34-Jährige zielte vor allem auf weibliche Wähler ab. Sie hat Wirtschaft studiert und führt gemeinsam mit Donald und Eric das operative Geschäft bei der Trump Organization. Ivanka Trump ist die Tochter von Trumps Ex-Frau Ivana.
Foto: APDonald Trump Jr
„Es ist mir eine Ehre, heute Abend in der Lage zu sein, Donald Trump über die nötige Hürde der Delegiertenstimmen zu verhelfen.“ Das sagte Donald Trump Jr. in Cleveland bei der Bekanntgabe der Delegiertenstimmen aus Trumps Heimatstaat New York. Diese verhalfen dem Präsidentschaftskandidaten formal zur Mehrheit in den Vorwahlen. „Glückwunsch, Dad. Wir lieben dich!“, rief er.
Donald Trump Jr. ist der älteste Sohn des Kandidaten und Vizepräsident der Trump Organisation. Studiert hat er genauso wie seine Halbschwester Tiffany in Philadelphia. Trump Jr. ist seit 2005 mit Vanessa Haydon verheiratet und hat fünf Kinder. „In unternehmerischen und politischen Fragen können wir das Denken unseres Vaters natürlich beeinflussen, auch wenn er am Ende immer selbst entscheidet“, sagt Donald Trump Jr. „Ivanka, Eric und ich können ehrlich mit ihm sein.“
Foto: APTiffany Trump
Trumps jüngste Tochter Tiffany empfahl ihren Vater in ihrer Parteitagsrede als „natürlichen Mutmacher.“ Er habe sie dazu motiviert, ihr Bestes zu geben, sagte die 22-Jährige. Vor den Delegierten legte sie während der Vorwahlen zudem Zeugnis über den Charakter ihres Vaters ab...
Foto: REUTERSTiffany Trump
Es sei Trumps Art, nie zurückzuweichen oder sich von Angst blockieren zu lassen, sagte Tiffany. Ihr Vater würde nie jemandem raten, Ansprüche herunterzuschrauben oder einen Traum aufzugeben.
Die 22-Jährige ging aus der Ehe mit der Schauspielerin Marla Maples hervor, mit der Donald Trump von 1993 bis 1999 verheiratet war. Tiffany Trump hat in diesem Jahr ihren Abschluss an der Universität von Pennsylvania gemacht. Ihr gehören drei Trump-Gebäude.
Foto: REUTERSEric Trump
Auch Eric Trump warb öffentlich für seinen Vater. Er ist der Sohn von Ivana Trump, der ersten Ehefrau des Milliardärs.
Foto: APSeine Ehefrau Lara Yunaska stand ihm bei jeder Wahlkampfveranstaltung seines Vaters zur Seite. Eric ist der Sohn von Ivana Trump, Trumps erster Ehefrau. Im Jahr 2012 wurde Eric vom „Forbes“-Magazin zu einem der Top 30-Immobiliengurus gekürt. Er leitet gemeinsam mit seinen Geschwistern das Trump Imperium und ist Gründer.
Foto: REUTERSMelania Trump
Nicht nur seine Kinder stärkten Trump in seinem Wahlkampf den Rücken. Zu Beginn des Parteitags hielt Trumps Ehefrau Melania eine Rede. Dabei konzentrierte sie sich auf die Charaktereigenschaften ihres Mannes. „Er kann hart sein, wenn er will, aber er ist auch nett und fair und fürsorglich“, sagte das ehemalige Topmodel. „Diese Güte wird nicht immer bemerkt, aber jeder kann sie sehen. Das ist einer der Gründe, warum ich mich überhaupt in ihn verliebt habe.“
Foto: AP
Barron Trump
Donald und Melania Trump haben einen gemeinsamen Sohn: Barron. Er dürfte sein jüngster Unterstützer in der Familie sein. Er wohnt mit seinen Eltern gemeinsam im Weißen Haus.
Foto: APDie Trump-Kinder versuchten im Wahlkampf, ihren schroffen und provokant auftretenden Vater weich zu zeichnen und den Rechtspopulisten so auch für moderatere Wähler akzeptabel erscheinen zu lassen.
Foto: REUTERSDonald Trump und Mike Pence
Dass Trump sich für Mike Pence (r) als Vize entschied, soll auch mit seinen Kindern zu tun haben. Der strammkonservative Gouverneur von Indiana soll den rechten Parteiflügel auf Linie bringen. Trump nahm den Rat allerdings nur widerwillig an. Pence gilt als Mann der leisen Töne – auch wenn er strikte Positionen vertritt.
Foto: APDer einzige Nicht-Trump, der einen guten Draht zu Trump hat, scheint sein Schwiegersohn Jared Kushner zu sein. Der 35-Jährige stammt aus einer einflussreichen jüdischen Familie aus New York und berät den Clan-Chef vor allem in außenpolitischen Themen.
Foto: REUTERSNachdem Trump viele Juden mit der Aussage verunsichert hatte, er wolle im Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern „neutral bleiben“, schrieb Kushner Trump eine pro-israelische Rede, mit der der Kandidat versuchte, die Zweifel an seinem Bekenntnis zu Amerikas wichtigsten Verbündeten im Nahen Osten auszuräumen.
Foto: AP
+++04.02 Uhr+++
Auch Montana und Louisiana gehen mit drei bzw. acht Stimmen an Donald Trump.
+++03.55 Uhr+++
Donald Trump hat sich Arkansas geholt, damit hat er insgesamt sechs Bundesstaaten gewonnen, und seinen Vorsprung auf Hillary Clinton ausgebaut.
+++03.47 Uhr+++
Die Unsicherheit über den Ausgang der US-Wahl drückt die Börsen in Asien ins Minus. Der Dollar gibt zu Yen und Euro massiv nach.
+++03.43 Uhr+++
Die New York Times zeigt in Echtzeit, wer die Präsidentschaftswahl gewinnen wird. Momentan liegt Trump mit 58 zu 42 Prozent vorn.
+++03.13 Uhr+++
Zwischenstand von CNN: Von den mindestens 270 benötigten Wahlleutestimmen hat Trump bislang 128 sicher und Clinton 97. In wichtigen Staaten stehen die Ergebnisse allerdings noch aus.
+++03.00 Uhr+++
Neuer Schwung an Ergebnissen in mehreren Bundesstaaten: Bei den wichtigsten hinzugekommenen Bundesstaaten wie Colorado, Michigan, Arizona und Wisconsin liegt laut CNN zunächst kein klares Ergebnis vor.
+++02.34 Uhr+++
Die Republikaner werden dem Sender NBC zufolge wie erwartet die Kontrolle im Repräsentantenhaus behalten.
+++02.31 Uhr+++
Zwischenstand von CNN: Von den mindestens 270 benötigten Wahlleutestimmen hat Clinton bislang 68 sicher und Trump 66. In vielen Staaten wird noch gewählt.
+++02.02 Uhr+++
Wahllokale schließen in zahlreichen Bundesstaaten. Wichtigster Zwischenstand: Der Ausgang in Pennsylvania und New Hampshire ist noch unklar, wie auch weiterhin in Florida.
+++01.30 Uhr+++
In den beiden für Trump wichtigen Staaten Ohio und North Carolina schließen die Wahllokale. CNN zufolge kann jedoch noch kein Ergebnis vorhergesagt werden. Trump gewinnt wie erwartet West Virginia, berichten US-Medien.
+++01.03 Uhr+++
Erste Prognosen von CNN und anderen Sendern für einzelne Bundesstaaten: Demnach hat Trump Kentucky und Indiana gewonnen, Clinton Vermont - alles wie erwartet. Virginia, Georgia und South Carolina sind noch unklar.
+++00.35 Uhr+++
Die Polizei in Kalifornien hat nach eigenen Angaben keine Hinweise, dass die Schießerei in Azusa etwas mit der Wahl zu tun hat. Bis zu drei Leute seien verletzt worden.
+++00.28 Uhr+++
Ex-Präsident George W. Bush hat sich einem Sprecher zufolge bei der Wahl des Staatsoberhaupts seiner Stimme enthalten. Der Republikaner habe die Option "Keiner der oben Genannten" auf dem Stimmzettel angekreuzt, hieß es in einer E-Mail des Sprechers. Bei den anderen Punkten habe er die Republikaner gewählt.
+++00.20 Uhr+++
Einer Reuters/Ipsos-Umfrage zufolge haben 13 Prozent der Wähler sich erst in der letzten Woche des Wahlkampfs für einen Kandidaten entschieden. Im Jahr 2012 waren es neun Prozent. Wahlforscher hatten auf die hohe Zahl von Unentschlossenen verwiesen.
+++00.17 Uhr+++
In der Nähe eines Wahlbüros in Azusa, Kalifornien, sollen einem Tweet eines CNN-Reporters zufolge Schüsse gefallen sein. Es gebe zwei Opfer, die Stimmabgabe sei unterbrochen worden.
Hillary Clinton und ihr Ehemann Bill verlassen den Ort der Stimmabgabe in Chappaqua.
Foto: REUTERS
+++21:07 Uhr+
Die Kandidaten geben ihre Stimmen ab und Donald Trump schaut seiner Frau Melania dabei ganz genau auf die Finger. Eine Übersicht des bisherigen Wahltags:
+++20:37 Uhr++
Donald Trump und seine Unterstützer wittern schon einzelne Fälle von Wahlbetrug. Donald Trump erklärt, die Wahlmaschinen hätten an mehreren Orten nicht richtig funktioniert. Sie hätten Stimmen für Republikaner den Demokraten zugeordnet, äußerte Trump im TV-Sender Fox.
Unterdessen hat Trumps Wahlkampflager nach Angaben von CNN in Nevada Klage gegen ein Wahlamt eingereicht. Hintergrund ist demnach, dass die Öffnungszeiten mehrerer Wahllokale in einem Bezirk bei den Frühwahlen in der vergangenen Woche um bis zu zwei Stunden verlängert worden waren.
Begründet wurde das damit, dass zahlreiche Menschen zur geplanten Schließungszeit noch Schlange standen, um ihre Stimme abgeben zu können. Nach geltenden Regeln können Wähler in solchen Fällen nicht abgewiesen werden.
Das Trump-Lager beharrt dagegen darauf, dass es sich um einen Gesetzesverstoß handele. Daher dürften die Frühwahlstimmen nicht mitgezählt werden. Eine Anhörung dazu war für Dienstagnachmittag (Ortszeit) geplant.
Nevada zählt zu den besonders heiß umkämpften Staaten mit vielen Latino-Wählern. Ein großer Teil von ihnen hat von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, vorzeitig wählen zu gehen. Die US-Demokratin Hillary Clinton hat in dieser Bevölkerungsgruppe weitaus größeren Rückhalt als Trump.
+++20:19 Uhr++
Der zweite Sohn von US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat bei der Wahl offenbar gegen das Gesetz verstoßen. Eric Trump twitterte am Dienstag ein Foto seines ausgefüllten Stimmzettels und schrieb dazu: „Es ist eine unglaubliche Ehre, für meinen Vater zu stimmen.“ Ein Gesetz aus dem Jahr 1890 verbietet es Bürgern des Staates New York, ausgefüllte Wahlzettel anderen zu zeigen. Vergangene Woche urteilte ein Bundesrichter, dass dies auch für soziale Medien gilt. Der Tweet mit dem Foto wurde später gelöscht.
+++19.59 Uhr+++
Das amerikanische Wahlsystem ist aus deutscher Sicht ohnehin schon sehr kompliziert. Donalds Trumps Ankündigung, das Ergebnis möglicherweise nicht anzuerkennen und ein Rekordspendenaufkommen für Hillary Clinton haben da nur noch mehr Fragen aufgeworfen. Unsere Kollegen vor Ort haben deshalb Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um die Wahl und die Zeit danach gesammelt.
+++19.44 Uhr+++
Donald Trump lässt weiterhin offen, ob er eine mögliche Niederlage bei Präsidentschaftswahl anerkennen würde. „Ich will sehen, was passiert“, sagte er dem Sender CNN zufolge in einem Interview
„Man muss es sehen. Man hört so viele schreckliche Geschichten, und man sieht so viele Sachen, die falsch sind. Also werden wir uns das anschauen. Gewiss liebe ich dieses Land und glaube an das System, versteht sich.“ Trump hatte im Wahlkampf wiederholt erklärt, dass die Wahl "gezinkt" sei.
+++19.16 Uhr+++
US-Milliardär Warren Buffett tut sich als besonderer Wahlkämpfer hervor. Am Dienstag hat der langjährige Demokrat geholfen, Wähler zur Stimmabgabe zu fahren. Einige Menschen hätten es schwerer als andere, erklärte Buffett. Vielleicht hätten sie eine Krankheit oder Probleme mit ihrem Auto. Der 86-jährige Investor sagte, er wolle seinen Teil tun, damit jeder eine Chance bekomme, zu wählen.
+++18.28 Uhr+++
Im Süden des US-Staates Utah ist es zu Problemen mit den Wahlautomaten gekommen. Wie der Direktor der dortigen Wahlbehörde am Dienstag bekanntgab, müssen die Wähler im Bezirk Washington County ihre Stimme derzeit per Papierzettel abgeben. Eine elektronische Abgabe sei aufgrund von Programmierschwierigkeiten nicht möglich. Vermutlich seien Zehntausende betroffen. Dort müssten noch rund 52 000 Wahlberechtigte ihre Stimme abgeben, rund 28 000 hätten vom vorzeitigen Wahlrecht Gebrauch gemacht. Die Wahlhelfer seien zwar mit Papier-Stimmzetteln vorbereitet, sagte er. Falls das technische Problem aber weiterhin bestehe, müsse nachgedruckt werden.
+++17.43 Uhr+++
Zum Ende des US-Wahlkampfs meldet sich auch nochmal Wikileaks-Gründer Julian Assange zu Wort. In einer schriftlichen Erklärung verteidigte Assange die Veröffentlichungen der Enthüllungsplattform zu Hillary Clinton: „Es ging nicht um einen persönlichen Wunsch, den Ausgang der Wahlen zu beeinflussen.“ Wikileaks hatte Tausende E-Mails der US-Demokraten ins Netz gestellt, darunter Korrespondenz von Clintons Wahlkampfchef John Podesta. Parteimitarbeiter warfen der Enthüllungsplattform daraufhin vor, sie habe sich vor den Karren russischer Geheimdiensthacker spannen lassen und damit Trump geholfen.
+++17.08 Uhr+++
Vor dem Wahllokal von Donald Trump haben zwei Frauen der Frauenrechtsbewegung Femen protestiert und sich ihre Kleider vom Leib gerissen. Eine der beiden Demonstrantinnen hatte "Kein Hass bei meiner Wahl" auf ihre Brust geschrieben. Hintergrund des Protests sind die frauenverachtenden Äußerungen Trumps aus dem Jahr 2005, die vor vier Wochen bekannt wurden. Donald Trumps Einstellung zu Frauen und Minderheiten hatte im Wahlkampf immer wieder für Kritik gesorgt. Inzwischen sorgen seine Äußerungen auch abseits des politischen Parketts für Probleme.
+++16.48 Uhr+++
Auch wenn die US-Wahl natürlich in Amerika entschieden wird, können Sie mit dem WiWo-Wahlcheck herausfinden, wem Sie heute ihre Stimme geben würden.
"Viele Amerikaner sind genervt vom Wahlkampf"
Was bedeutet die US-Wahl für die Weltwirtschaft?
Posted by WirtschaftsWoche on Montag, 7. November 2016
+++16.32 Uhr+++
SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann hat bei der US-Präsidentschaftswahl eine klare Präferenz: "Ich drücke beide Daumen für Hillary Clinton", sagte Oppermann am Dienstag in Berlin. „Ich glaube, dass ihre Wahl das deutlich kleinere Übel ist.“
+++16.00 Uhr+++
In der Suchmaschine Google lassen sich Trends ablesen. Das suchen US-Bürger und Deutsche am Tag der Wahl:
+++15.43 Uhr+++
Auch Politiker außerhalb der USA mischen im amerikanischen Wahlkampf mit: Nigel Farage, Chef der britischen Ukip-Partei, würde unter einem Präsidenten Trump gerne EU-Botschafter werden. „Ich denke, dass ich diesen Job gut machen würde“, sagte Farage dem britischen Fernsehsender ITV am Dienstag. Die Präsidentenwahl in den USA verglich Farage mit dem Brexit-Votum in Großbritannien. Die entscheidende Frage sei ziemlich einfach: „Möchtest du eine Veränderung, oder möchtest du, dass alles so bleibt wie es ist?“, sagte der Politiker. Farage hatte sich schon zuvor für Trump ausgesprochen und bei einer seiner Wahlkampfveranstaltungen eine Rede gehalten.
+++15.17 Uhr+++
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat, zumindest vorsichtig, ihre Sympathie für eine mögliche Präsidentin Hillary Clinton durchblicken lassen. Merkel sagte am Dienstag in Berlin auf die Frage, was es bedeutete, wenn es nach ihr und den Premierministerinnen Theresa May in Großbritannien und Erna Solberg in Norwegen auch eine US-Präsidentin Hillary Clinton gäbe: „Dann kommen wir dem Gleichgewicht von Frauen und Männern in führenden Positionen etwas näher.“
+++14.52 Uhr+++
Der Bundesstaat New York ging seit 1984 bei jeder Präsidentschaftswahl an die demokratische Partei. Die amerikanische Website FiveThirtyEight sieht Clintons Chance, die 29 Wahlmännerstimmen zu holen, gar bei über 90 Prozent. Trotzdem gibt es einen großen Trump-Unterstützer im liberalen Bundesstaat: Scott LoBaido, Künstler und Patriot, hat ein vier Meter hohes Trump-Schild im Vorgarten eines Freundes in Staten Island gebaut.
+++14.01 Uhr+++
Die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton gibt ihre Stimme in einer Grundschule in ihrem Wohnort Chappaqua im Bundesstaat New York ab.
+++14.00 Uhr+++
Ein Patt der beiden Präsidentschaftskandidaten ist theoretisch möglich. Dann könnte ein unabhängiger Kandidat das Zünglein an der Waagen sein. Evan McMullin tritt in Utah mit guten Siegchancen an, hat im Rest des Landes aber keine großen Chancen. Wie er der 45. Präsident der USA werden könnte.
+++13.20 Uhr+++
Solarzellen und Windparks setzen sich in den USA durch. Die Kohle hat ausgedient. Daran könnte Donald Trump selbst als Präsident nichts ändern, wie dieser Text zeigt.
+++12.45 Uhr+++
Traditionspflege und Hightech-Hilfe, straffe Verwaltung und Sinn für Wirtschaft: Der konservative Staat Texas boomt, warum das so ist, lesen Sie hier. Der Staat im Süden der USA ist traditionell republikanisch geprägt. Auch bei der diesjährigen Präsidentenwahl wird ein klarer Sieg der Republikaner erwartet. Seit den 1970er Jahren haben dort ausschließlich Kandidaten dieser Partei gewonnen, davor konnten nur Kennedy, Johnson, Humphrey und Carter Wahlsiege in Texas verbuchen.
+++12.10 Uhr +++
Vorteil Hillary? Mehrere landesweite Umfragen zeigten einen Vorsprung von etwa vier Prozentpunkten für Clinton. Allerdings weisen Experten seit Monaten darauf hin, dass eine ungewöhnlich hohe Zahl von unentschlossenen Wählern die Vorhersagen erschwert. Warum die Umfragen gerade in den USA so unsicher sind, lesen Sie hier.
+++12.00 Uhr+++
Nach dem starken Wochenbeginn haben sich die Anleger im Dax am Dienstag zurückgehalten. Grund: die US-Wahl. Der deutsche Leitindex Dax legte im frühen Handel um 0,02 Prozent auf 10 459,46 Punkte zu. Der MDax rückte um 0,25 Prozent auf 20 729,34 Punkte vor, und der Technologiewerte-Index TecDax stieg um 0,10 Prozent auf 1724,23 Punkte.
Das Brexit-Votum vom Juni hat es gezeigt: Wahlprognosen können daneben liegen und endet eine Wahl anders als vorhergesagt, sind die Kursbewegungen an den Kapitalmärkten heftig. Was ein Sieg von Trump oder Clinton an den Märkten auslösen würde, zeigt dieser Text.
+++11.30 Uhr+++
Wie geht es nach der Wahl weiter? Wenn der Verlierer seine Niederlage anerkennt, ist der nächste Termin der 19. Dezember. An diesem Tag geben die Mitglieder des so genannten „electoral college“ ihre Stimme ab. Das sind diejenigen, die am 8. November gewählt wurden - nun geben sie als Vertreter ihres Staates die Stimme für den Präsidenten ab. Am 6. Januar 2017 wird das Ergebnis offiziell im Senat verkündet. Am 20. Januar wird der neue Präsident vereidigt und zieht ins Weiße Haus ein.
+++11.00 Uhr+++
Wer darf wählen? Alle US-Bürger ab dem 18. Lebensjahr, die ihren Wohnsitz in einem der 50 Bundesstaaten oder in der Hauptstadt Washington haben, sind am 8. November wahlberechtigt. Das sind etwa 219 Millionen Menschen. Wählen dürfen aber auch im Ausland lebende US-Bürger wie beispielsweise Soldaten oder Diplomaten.
+++10.30 Uhr+++
Lebenserfahren sind sie beide: Im Weißen Haus wird künftig entweder eine 69-Jährige oder ein 70-Jähriger regieren. Beide Präsidentschaftskandidaten sind deutlich älter als die meisten ihrer Vorgänger zum Zeitpunkt ihres Amtsantritts. Nach dem Zweiten Weltkrieg war nur einer davon in etwa im selben Alter wie heute Hillary Clinton und Donald Trump: Ronald Reagan. John F. Kennedy war der jüngste Präsident, der jemals ins Weiße Haus gezogen ist.
+++10.00 Uhr+++
In den USA wird der Präsident nur indirekt vom Volk gewählt. Jeder Bundesstaat hat eine bestimmt Zahl von Stimmen in einem 538-köpfigen Gremium aus Wahlmännern und -frauen zu vergeben. Die Zahl der Wahlmänner richtet sich nach der Größe eines jeden Staates. Das bevölkerungsreiche Kalifornien stellt 55 Wahlmänner, das kleine Delaware nur drei.
+++9.30 Uhr+++
Wo siegen klassischerweise die Demokraten, wo die Republikaner? Eine Übersicht:
+++09.00 Uhr+++
Seit 1845 ist der Wahltag („Election Day“) in den Vereinigten Staaten stets am Dienstag nach dem ersten Montag im November. Dadurch fällt die Wahl immer auf einen Tag zwischen dem 2. und 8. November. Im 19. Jahrhundert lebten die meisten Amerikaner noch von der Landwirtschaft. Im Frühjahr und Sommer waren viele Bauern damit beschäftigt, ihre Felder zu bestellen. Im November hingegen war die Erntezeit in den meisten Gebieten vorüber, das Klima dennoch mild und trocken genug, um längere Reisen mit dem Pferdegespann oder zu Fuß anzutreten. Der Sonntag kam weder für die Anreise noch für die Wahl selbst in Frage, denn da ging man in die Kirche. Damit fiel der nächste Tag, also der Montag, schon einmal als Wahltag weg. Der Kongress wollte außerdem aus zwei Gründen vermeiden, dass der Wahltag auf den 1. November fällt: Zum einen ist dieser Tag ein römisch-katholischer Feiertag (Allerheiligen). Zum anderen machten viele Unternehmer am Ersten jeden Monats ihre Buchhaltung und man wollte vermeiden, dass der wirtschaftliche Erfolg oder Misserfolg des Vormonats die Wahlentscheidung zu sehr beeinflusste.
+++08.30 Uhr+++
Im Falle eines Wahlsieges von Hillary Clinton würde die Bundesregierung wohl einer der ersten Ansprechpartner der USA in Europa bleiben. Die Demokratin kennt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) lange, lobte sie erst kürzlich wieder in den höchsten Tönen für ihre Krisenpolitik. Als Außenministerin war sie sechs Mal in Deutschland. Donald Trump ist für Berlin ein unbeschriebenes Blatt, die Skepsis ist groß. Seine Äußerungen über Deutschland lassen tief blicken.
Dass Trump mal eben sämtliche Grundpfeiler amerikanischer Außen- und Verteidigungspolitik infrage stellte, sorgte in Berlin für Irritationen. Er will unter anderem, dass Deutschland und andere Verbündete für den Schutz durch die USA zahlen. Trump deutete an, dass er sonst die amerikanischen Truppen abziehen würde. Auch für eine Sicherheitszone in Syrien müsse Deutschland Kosten tragen.
+++08.00 Uhr+++
Die sogenannten „Swing States“ (Wechselwählerstaaten) oder auch „Battleground States“ (Schlachtfeld-Staaten) sind besonders heiß umkämpft. Anders als in anderen Staaten wie beispielsweise New York oder Texas machen hier nicht regelmäßig nur Demokraten oder Republikaner das Rennen, sondern Mehrheiten können auch mal von der einen zur anderen Partei wechseln.
In diesem Wahljahr stehen nach Angaben der „Washington Post“ in 15 Staaten spannende und teils ganz enge Rennen bevor.
Besonders begehrt sind dabei Florida, North Carolina, Ohio und Pennsylvania, weil diese im Vergleich zu anderen Staaten mehr Wahlmänner und -frauen bestimmen. Diese wählen stellvertretend für das amerikanische Volk den US-Präsidenten und seinen Vize. Jeder Bundesstaat entsendet eine bestimmte Anzahl von Wahlmännern, die sich nach der Bevölkerungsgröße des Staates richtet.
Mit Agentur-Material von dpa, AP und Reuters